360˚-Bilder können uns augenblicklich das Gefühl vermitteln, an einem anderen Ort zu sein – ob am anderen Ende der Welt, unter Wasser, zu einer anderen Zeit oder im Weltraum. Von Bildung bis Unterhaltung – die Einsatzmöglichkeiten für 360˚-Bilder sind unendlich.

„Wir können Menschen damit eine Umgebung zu zeigen, die sie sonst niemals sehen könnten“, so Hugh Pinney, Getty Images VP Editorial. „360°-Inhalte machen wirklich neugierig. Man sinkt tief ein in eine Informationswelt und wird visuell durch die abgebildete Situation geführt. Wohin man auch sieht, man findet immer mehr Information. Der Raum, der sich hier auftut, ist gigantisch, faszinierend und macht richtig Spaß. Man kann Menschen damit in die entlegendsten Gegenden reisen lassen. Und genau darin ist diese Technologie so stark.“

 

Die Entwicklung eines faszinierenden visuellen Erlebnisses steht beim kreativen Prozess über allem – von der Bildkonzeption bis hin zur Umsetzung. Der Fotograf Jonathan Ferry, der ein 360˚-Bild im Rennauto von Danica Patrick aufgenommen hat, weiß aus eigener Erfahrung, wie überlegt man an die Umsetzung von VR-Bildern herangehen muss.

„Man muss schon im Vorfeld die Aufahme vor seinem inneren Auge sehen“, sagt er. „Man hält ja keinen Moment fest; man kreiert ein Erlebnis für den Betrachter. Je näher man dem jeweiligen Objekt ist, desto besser wird das Bild. Wenn man zu weit weg ist, kann man nicht die gleiche Intimität und einzigartige Perspektive erzeugen. Man muss sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, was vor, hinter, über und unter einem ist, und sicherstellen, dass jedes Element sinnvoll und interessant ist.“

Alex Wong, ein Getty Images Fotograf aus Washington D.C., ist immer auf der Suche nach günstigen Gelegenheiten, um bei der Arbeit 360˚-Aufnahmen zu machen.

„Der weiteste Winkel, den wir in der Standbildfotografie kannten, waren 180˚. Das zeigt aber nur eine Seite der Dinge und wir können nicht sehen, was sonst noch da ist“, so Wong. „Jetzt können wir nicht nur zeigen, was sich vor dem Objektiv abspielt, sondern auch, was sich dahinter tut. Manchmal ist nämlich genau das, was sich dahinter abspielt, besonders reizvoll für Ihr Publikum.“

Vor kurzem erst hat Wong 360˚-Aufnahmen von der Amtseinführung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump gemacht. Er hatte sich genau vor dem Podium postiert und konnte so die gesamte Amtseinführung festhalten: den Amtseid, die anwesenden Pressevertreter und das Publikum.

Veranstaltungen wie Paraden und Demonstrationen sind prädestinierte Motive für 360°-Aufnahmen.

„Neulich erst habe ich die Chinesische Neujahrsparade im Washingtoner Chinatown fotografiert“, so Wong. „Ich platzierte meine Kamera zwischen einer Menge Feuerwerkskörper mitten auf der Straße. In der Aufnahme sieht man, wie sie um die Kamera herum in die Luft gehen. Man könnte niemals mitten auf der Straße sitzen und sich das Spektakel aus dieser Perspektive ansehen. Aber mit meiner Aufnahme kann ich dieses Erlebnis vermitteln.“

In den kommenden Jahren werden wir Menschen mit immer mehr interaktiven und ausgeklügelten 360˚-Erlebnissen erfreuen und informieren, mit ihnen kommunizieren und Wissen vermitteln. Die Prognosen für ein Publikum, das wir damit in Staunen versetzen, sind also überaus positiv.

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