„Wenn diese Elefanten uns eines zeigen können, dann schlicht und ergreifend, dass Liebe alles ist, was wir brauchen.“

Randy Plett dokumentiert auf seinen Reisen um die Welt all die faszinierenden Menschen und Orte, denen er begegnet. Auf seinen Foto-Trips hat der iStock by Getty Images Exclusive-Fotograf unglaubliche Dinge gesehen, ein Erlebnis ist ihm aber besonders in Erinnerung geblieben: sein Besuch des David Sheldrick Wildlife Trusts, Rettungsstation und Rehabilitationsprogramm für verwaiste Elefanten in Nairobi, Kenia.

 “Ich hatte das große Glück, auf meinen Reisen vielen Elefanten zu begegnen. Aber zu sehen, wie so viele von ihnen herumlaufen und völlig sorgenfrei aus riesigen Babyflaschen trinken, das war schon etwas Besonderes“, sagte er.  „Ich war ganz verzaubert von ihrer Verspieltheit und Lebendigkeit.“

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Das Waisenhaus hat sich der Rettung und Aufzucht von Elefanten verschrieben, die ihre Familien durch Wilderei verloren haben oder weil ihr Lebensraum infolge von Überbevölkerung, politischen Unruhen, Abholzung oder Dürre verloren gegangen ist. Die Einrichtung rettet aber auch andere Tiere wie Nashörner, Giraffen und eine Gazelle, die besonders früh von ihren Eltern getrennt wurde.

„Ich stand da und beobachtete die Tiere als ich eine kleine Thomson-Gazelle sah, die an die drei Meter entfernt von mir fraß. Ich konnte nicht glauben, wie nah ich diesem wilden Tier war“, sagte Plett. „Plötzlich hörte sie auf zu fressen, drehte sich um und sah mich an. Sie kam direkt auf mein Gesicht zu und schnupperte an meiner Nase – ich dachte schon, wie würde mich gleich beißen. Trotz meiner unbegründeten Angst vor einem wirklich kleinen, Pflanzen fressenden Tier war dieser Moment absolut magisch.“

Nachdem er die Tiere einige Zeit beobachtet hatte, wirkte ein Eindruck besonders stark in Randy Plett nach, nämlich dass Elefanten sehr emotionale und mitfühlende Tiere zu sein schienen.

„Elefanten sind sehr familienorientiert. Sie lieben sich über alles und beschützen sich gegenseitig. Es war so schön, sie beim Spielen und Knuddeln zu beobachten, ganz so als ob ihre Liebe den Verlust ihrer Mütter wiedergutmachen könnte“, sagte Randy Plett. „Man konnte auch beobachten, wie eng die Bindung zu ihren Pflegern war. Eines der Babys kuschelte sich die ganze Zeit an einen Mitarbeiter des Waisenhauses.“

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Er hofft, dass diese Liebe auch in seinen Bildern zum Ausdruck kommt und er darüber in Menschen das gleiche Mitgefühl gegenüber Tieren wecken kann.

„Ich spüre oft, dass Tiere am Ende den Kürzeren ziehen und zu unserem eigenen Vorteil ausgebeutet werden. Deshalb ist es für uns Menschen so wichtig, persönliche Erfahrungen mit Tieren zu sammeln und eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Die Tiere, mit denen wir Umgang haben, sind so etwas wie Botschafter für das Tierreich. Je mehr wir mit ihnen in Berührung kommen, desto mehr werden wir uns um sie kümmern und sie schützen“, sagte er. „Ich hoffe, dass meine Bilder Menschen dazu inspirieren, Tiere besser zu verstehen und sie zu schätzen. Wenn diese Elefanten uns eines zeigen können, dann schlicht und ergreifend, dass Liebe alles ist, was wir brauchen.“

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