Stories and Trends http://stories.gettyimages.com Interessante Geschichten, Inspiration und exklusive visuelle Trends von Getty Images. Thu, 16 Aug 2018 20:17:51 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.11 Webinar: Visuelle Trends im Alltag http://stories.gettyimages.com/de/webinar-visuelle-trends-im-alltag/ Fri, 24 Mar 2017 11:06:35 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=25148

So halten Sie Ihre tägliche Kommunikation spannend Matthias Hangst (Chief Photographer bei Getty Images) stellt Ihnen im Webinar ‚Trends im Alltag‘ die sechs visuellen Trends, die Getty Images für 2017 vorhergesagt hat, vor und erläutert, wie Sie mit ihnen Ihre tägliche Kommunikation revolutionieren können. Sie haben keine Zeit, sich den Talk jetzt anzusehen? Wir haben […]

Die Post Webinar: Visuelle Trends im Alltag erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

So halten Sie Ihre tägliche Kommunikation spannend

Matthias Hangst (Chief Photographer bei Getty Images) stellt Ihnen im Webinar ‚Trends im Alltag‘ die sechs visuellen Trends, die Getty Images für 2017 vorhergesagt hat, vor und erläutert, wie Sie mit ihnen Ihre tägliche Kommunikation revolutionieren können.

Sie haben keine Zeit, sich den Talk jetzt anzusehen? Wir haben die wichtigsten Facts in einer Slideshow für Sie zusammengefasst. Die Slides zur Webinar-Präsentation finden Sie hier.

Sie haben Fragen zur Lizenzierung und Ihren Anforderungen? Setzen Sie sich noch heute mit einem unserer Experten in Verbindung.

Die Post Webinar: Visuelle Trends im Alltag erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
360˚-Bilder und die Wirkung ausdrucksstarken Storytellings http://stories.gettyimages.com/de/360%cb%9a-bilder-und-die-wirkung-ausdrucksstarken-storytellings/ Thu, 23 Mar 2017 17:32:30 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=25142

360˚-Bilder können uns augenblicklich das Gefühl vermitteln, an einem anderen Ort zu sein – ob am anderen Ende der Welt, unter Wasser, zu einer anderen Zeit oder im Weltraum. Von Bildung bis Unterhaltung – die Einsatzmöglichkeiten für 360˚-Bilder sind unendlich. „Wir können Menschen damit eine Umgebung zu zeigen, die sie sonst niemals sehen könnten“, so […]

Die Post 360˚-Bilder und die Wirkung ausdrucksstarken Storytellings erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

360˚-Bilder können uns augenblicklich das Gefühl vermitteln, an einem anderen Ort zu sein – ob am anderen Ende der Welt, unter Wasser, zu einer anderen Zeit oder im Weltraum. Von Bildung bis Unterhaltung – die Einsatzmöglichkeiten für 360˚-Bilder sind unendlich.

„Wir können Menschen damit eine Umgebung zu zeigen, die sie sonst niemals sehen könnten“, so Hugh Pinney, Getty Images VP Editorial. „360°-Inhalte machen wirklich neugierig. Man sinkt tief ein in eine Informationswelt und wird visuell durch die abgebildete Situation geführt. Wohin man auch sieht, man findet immer mehr Information. Der Raum, der sich hier auftut, ist gigantisch, faszinierend und macht richtig Spaß. Man kann Menschen damit in die entlegendsten Gegenden reisen lassen. Und genau darin ist diese Technologie so stark.“

 

Die Entwicklung eines faszinierenden visuellen Erlebnisses steht beim kreativen Prozess über allem – von der Bildkonzeption bis hin zur Umsetzung. Der Fotograf Jonathan Ferry, der ein 360˚-Bild im Rennauto von Danica Patrick aufgenommen hat, weiß aus eigener Erfahrung, wie überlegt man an die Umsetzung von VR-Bildern herangehen muss.

„Man muss schon im Vorfeld die Aufahme vor seinem inneren Auge sehen“, sagt er. „Man hält ja keinen Moment fest; man kreiert ein Erlebnis für den Betrachter. Je näher man dem jeweiligen Objekt ist, desto besser wird das Bild. Wenn man zu weit weg ist, kann man nicht die gleiche Intimität und einzigartige Perspektive erzeugen. Man muss sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, was vor, hinter, über und unter einem ist, und sicherstellen, dass jedes Element sinnvoll und interessant ist.“

Alex Wong, ein Getty Images Fotograf aus Washington D.C., ist immer auf der Suche nach günstigen Gelegenheiten, um bei der Arbeit 360˚-Aufnahmen zu machen.

„Der weiteste Winkel, den wir in der Standbildfotografie kannten, waren 180˚. Das zeigt aber nur eine Seite der Dinge und wir können nicht sehen, was sonst noch da ist“, so Wong. „Jetzt können wir nicht nur zeigen, was sich vor dem Objektiv abspielt, sondern auch, was sich dahinter tut. Manchmal ist nämlich genau das, was sich dahinter abspielt, besonders reizvoll für Ihr Publikum.“

Vor kurzem erst hat Wong 360˚-Aufnahmen von der Amtseinführung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump gemacht. Er hatte sich genau vor dem Podium postiert und konnte so die gesamte Amtseinführung festhalten: den Amtseid, die anwesenden Pressevertreter und das Publikum.

Veranstaltungen wie Paraden und Demonstrationen sind prädestinierte Motive für 360°-Aufnahmen.

„Neulich erst habe ich die Chinesische Neujahrsparade im Washingtoner Chinatown fotografiert“, so Wong. „Ich platzierte meine Kamera zwischen einer Menge Feuerwerkskörper mitten auf der Straße. In der Aufnahme sieht man, wie sie um die Kamera herum in die Luft gehen. Man könnte niemals mitten auf der Straße sitzen und sich das Spektakel aus dieser Perspektive ansehen. Aber mit meiner Aufnahme kann ich dieses Erlebnis vermitteln.“

In den kommenden Jahren werden wir Menschen mit immer mehr interaktiven und ausgeklügelten 360˚-Erlebnissen erfreuen und informieren, mit ihnen kommunizieren und Wissen vermitteln. Die Prognosen für ein Publikum, das wir damit in Staunen versetzen, sind also überaus positiv.

Werfen Sie einen Blick auf die Getty Images Kollektion atemberaubender 360˚-Bilder

Die Post 360˚-Bilder und die Wirkung ausdrucksstarken Storytellings erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Mit diesen Suchtipps bleiben Sie den neuesten technologischen Entwicklungen immer einen Schritt voraus http://stories.gettyimages.com/de/mit-diesen-suchtipps-bleiben-sie-den-neuesten-technologischen-entwicklungen-immer-einen-schritt-voraus/ Wed, 22 Feb 2017 22:46:18 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24937

Die Post Mit diesen Suchtipps bleiben Sie den neuesten technologischen Entwicklungen immer einen Schritt voraus erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Die moderne Technologie entwickelt sich rasend schnell. Ihre Inhalte auf dem neuesten Stand zu halten bedeutet, all die aktuellen Technologie-Trends ständig zu beobachten und mit ihnen auch die visuelle Sprache und das Wording, mit denen sie kommuniziert werden. Wir haben einige neue Perspektiven auf fünf der aktuell wichtigsten Technologie-Konzepte für Sie zusammengetragen, die Ihrer Kommnunikation ein neues, frisches Aussehen verleihen.

Mobile

Mobile stand früher für Mobiltelefone. Heute bezieht sich der Begriff auf verschiedene Geräte und einen ständig verfügbaren, immer und mit allem vernetzten Lifestyle. Jedes moderne Phänomen, von weltumspannenden Ereignissen bis hin zum Pulsschlag eines Menschen, kann heute mit der mobilen Technologie vernetzt werden. Ihre Bilder sollten diese Vielfalt und Allgemeingültigkeit widerspiegeln, gerade wenn es um Mobile geht.

Suchtipps: Wenn Sie über Mobile im Allgemeinen sprechen, zeigen Sie die vielen Möglichkeiten, wie damit heute in unserem Alltag umgegangen wird. Benutzen Sie dazu die Suchbegriffe „Navigation“ oder „Bezahlen“. Wenn ihr Themenfeld eingeschränkter ist, geben Sie „Mobile“ zusammen mit einem bestimmten Thema ein wie „Medizin“ oder „Bank“.

 

VR/AR

Virtual und Augmented Reality (VR und AR) steht eine weitaus größere Zukunft bevor, als Pokemon Go uns hat erahnen lassen. Technologie-affine Unternehmen können ihr Wissen unter Beweis stellen, indem sie dem Betrachter eine mithilfe von VR erweiterte Welt aufzeigen. Die Möglichkeiten in den Bereichen Bildung, Reisen und Medizin sind nahezu grenzenlos.

Suchtipps:  „VR Headset“-Bilder bringen das Thema unmittelbar auf den Punkt. Alternativ können Sie „VR“ mit anderen, nutzungs-orientierten Begriffen verbinden wie „Rehabilitation“ und „Reisen“.

Social Media & Messaging-Services

Noch schneller als VR und AR übenehmen Social Media und Messaging-Services die Führungsrolle in der heutigen Technolgie. Wir verbringen durchschnittlich 23 Stunden pro Woche mit dem Verfassen von Nachrichten, E-Mails und der Nutzung von Social Media. Demnach sprechen Bilder, die die technologiesche Vernetzung darstellen, ihre Zielgruppen unmittelbar an.

Suchtipp: Die Suche nach „Social Media“, „Texting“ oder „SMS“ ergibt jeweils Tausende Ergebnisse. Fügen Sie spezifische, kontext- oder gefühlsbezogene Eingrenzungen hinzu, die Sie gerne darstellen möchten wie „Zug“, „Business“, „Lachen“ oder „Überraschung“.

Innovation

Kreative Produktentwicklungen treiben die Technologie an. Bilder von „Glühbirnenmomenten“ markierten einst den Anfang, haben heute jedoch ausgedient. Sehen Sie sich stattdessen in verschiedenen innovativen Bereichen um und transportieren Sie so ein authentischeres Gefühl für die progressive Entwicklung der Technologie – und der Auswirkungen die Menschen.

Suchtipp: „Technolgische Innovation“ liefert Ihnen ein breites Spektrum, mit dem Sie arbeiten können. Um die Ergebnisse aber einzuschränken, können Sie „Technologie“ mit spezifischeren Themen wie „Medizin“ oder „Sport“ kombinieren.

Das Internet der Dinge (IdD)

Willkommen in der Welt der Wearables und Smart Homes. Progressiv denkende Unternehmen werden Abbildungen von diesen vernetzten Geräten mit einbeziehen, um ihr Verständnis für dieses aufstrebende Technologiesegment zu unterstreichen. Denken Sie an Fitness-Technologie, Sicherheit rund ums Haus und die ferngesteuerte Fütterung von Haustieren.

Suchtipp: „Smart“ ist schon mal ein guter Anfang. Fügen Sie jeweils Kategorien wie „Auto“, „Training“, „Zuhause“ oder „Städte“ hinzu, um spezifischere Suchergebnisse zu erzielen. Bilder von „Netzwerk“ und „Internet“ bilden die im IdD integrierte Funktionalität auch sehr gut ab.

Entdecken Sie noch mehr faszinierende Bilder der heutigen innovativen Technologie bei Getty Images und iStock by Getty Images

Die Post Mit diesen Suchtipps bleiben Sie den neuesten technologischen Entwicklungen immer einen Schritt voraus erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Social Video: Ein Kraftwerk an Inhalten, das Ihr Unternehmen nach vorne bringt http://stories.gettyimages.com/de/social-video-ein-kraftwerk-an-inhalten-das-ihr-unternehmen-nach-vorne-bringt/ Tue, 25 Oct 2016 20:28:15 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23516

Sich mit Posts in den sozialen Medien von der Masse abzuheben kann für jedes Unternehmen eine Herausforderung sein, egal ob groß oder klein.  Auffallende Bilder sind ein guter Anfang, aber auch der Einsatz von Video kann extrem wirkungsvoll sein. So hat beispielsweise das US-amerikanische Technologie-Unternehmen Buffer über 16 Millionen Posts und 100.000 Marken in den […]

Die Post Social Video: Ein Kraftwerk an Inhalten, das Ihr Unternehmen nach vorne bringt erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Sich mit Posts in den sozialen Medien von der Masse abzuheben kann für jedes Unternehmen eine Herausforderung sein, egal ob groß oder klein.  Auffallende Bilder sind ein guter Anfang, aber auch der Einsatz von Video kann extrem wirkungsvoll sein.

So hat beispielsweise das US-amerikanische Technologie-Unternehmen Buffer über 16 Millionen Posts und 100.000 Marken in den sozialen Medien analysiert und dabei herausgefunden, dass auf Facebook Videos bis zu drei Mal mehr Aufmerksamkeit erzeugen als jede andere Art von Inhalten. Das könnte auch der Grund sein, warum Anbieter wie Animoto – eine Plattform, auf der man mit Bildern und kurzen Clips ganz einfach Videos erstellen kann –, auch von Unternehmen immer mehr angenommen werden.

„Verbraucher verbringen ihre Zeit in den sozialen Medien. Damit wird es für Marken unerlässlich, hier Präsenz zu zeigen“, so Cyndi Knapic, Head of Animoto for Business. „Marken und Unternehmen sollten sich auch genau überlegen, welche Art von Inhalte Verbraucher bevorzugen, und das ist nunmal zunehmend Video.“

Menschen mit Smartphones

Sich die Vorzüge dieses Medium zunutze zu machen kann so einfach sein. Man braucht dazu keinen Abschluss an einer Filmakademie. Im Folgenden verrät Cyndi Knapic einige ihrer besten Tipps für die Erstellung wirkungsvoller Social Videos.

1. Erzählen Sie eine Geschichte

Wenn es darum geht, Informationen weiterzugeben, tun wir das schon seit Urzeiten am liebsten in Form vor Geschichten, die wir uns erzählen. Das ist sicherlich einer der Gründe für die durchschlagende Wirkung von Video. Im Gegensatz zu einem Bild schenkt Ihnen Video so viel mehr Freiheit beim Erzählen einer visuellen Geschichte. Scheuen Sie nicht davor zurück, Ton oder Textinserts zu verwenden – Sie erhalten dadurch unzählige Tools, mit denen Sie arbeiten können.

 2. So werden Sie zum Gesprächsthema

In den sozialen Medien ist perfektes Timing alles. Oft sieht man tolle Kampagnen aus dem Boden schießen, weil ihre Entwickler schnell auf aufkommende Trends und Themen reagiert und damit ihren Teil zu der öffentlichen Diskussion zeitnah beigetragen haben. Stockbilder und -videos können zu Ihrer Geheimwaffe in Punkto Zeitersparnis werden, wenn es darum geht, Ihr eigenes Video zu erstellen. So können Sie sich darauf konzentrieren, mit dem Video eine wirklich tolle Geschichte zu erzählen, statt selber Bilder oder Videos zu produzieren.

3. Verwenden Sie Text

Einer unserer besten Tipps ist: Setzen Sie auf jeden Fall Textelemente in Ihren Videos ein. So können Sie sich spielend einfach die Aufmerksamkeit Ihrer Zuschauer sichern, wenn sie ihre Feeds durchstöbern. Und auch bei ausgeschaltetem Ton maximale Wirkung erzielen.

4. Richtig teilen

Oft kann man beobachten, wie die gleiche URL für ein Video auf verschiedenen sozialen Kanälen genutzt wird. Das mag effizient erscheinen, ist aber nicht wirklich die beste Herangehensweise. Native Content – Inhalte, die innerhalb der Plattform gehostet sind, auf der Sie sich befinden – werden immer priorisiert und optimiert. Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass Sie Videos nativ auf alle Ihre verschiedenen Plattformen hochladen, ob es YouTube, Facebook oder Twitter ist. Das erhöht die Performance.

 

Entdecken Sie Videomaterial, mit dem Sie Ihre eigenen ansprechenden Videos erstellen können bei Getty Images und iStock by Getty Images 

Die Post Social Video: Ein Kraftwerk an Inhalten, das Ihr Unternehmen nach vorne bringt erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Fotograf im Rampenlicht: Frauen Bild für Bild stärken http://stories.gettyimages.com/de/fotograf-im-rampenlicht-frauen-bild-fur-bild-starken/ Fri, 24 Feb 2017 18:15:18 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24986

Cierra Cegielski und Holly Hanson sind keine gewöhnlichen Bikerbräute. Statt Tattoos und Bikerkneipen ziehen sie angesagte Lederjacken und Campen unterm Sternenzelt vor. Die beiden Freundinnen, die hinter dem beliebten Instagram-Profil @LadyTramps stecken, dokumentieren ihre abenteuerlichen Erkundungsfahrten, die sie mit ihren Motorrädern auf offener Straße erleben. Als die Fotografin Brook Pifer von den beiden Freundinnen erfuhr, […]

Die Post Fotograf im Rampenlicht: Frauen Bild für Bild stärken erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Cierra Cegielski und Holly Hanson sind keine gewöhnlichen Bikerbräute. Statt Tattoos und Bikerkneipen ziehen sie angesagte Lederjacken und Campen unterm Sternenzelt vor. Die beiden Freundinnen, die hinter dem beliebten Instagram-Profil @LadyTramps stecken, dokumentieren ihre abenteuerlichen Erkundungsfahrten, die sie mit ihren Motorrädern auf offener Straße erleben.

Als die Fotografin Brook Pifer von den beiden Freundinnen erfuhr, war sie sofort fasziniert von ihnen und wollte diese eher unbekannte Facette der weiblichen Motorradkultur näher beleuchten. 2015 gewann sie den erstmalig ausgelobten Getty Images Repicture Grant, einen Förderpreis für aufstrebende Fotografen, der es ihr erlaubte, Cegielski und Hanson auf ihrer Fahrt durch Malibu und Joshua Tree zu begleiten und dabei ihre Stärke und ihr freigeistiges Wesen einzufangen.

„Bei Mädchen auf Motorrädern denkt man ja eher an toughe, tätowierte Rockerbräute, aber die beiden waren wunderschöne Mädchen von nebenan“, so Pifer. „Ihre Freundschaft ist so inspirierend, ich dachte, das würde sicherlich viele junge Mädchen ansprechen.“

Die Fotoserie mit dem Titel „She Rides“ ist nur eines von vielen Beispielen für starke Frauen, die Brook Pifer in ihren Bildern festhält.

„Als Frau im Fotografie-Business musste ich viele frauenfeindliche Erlebnisse mitansehen und auch selbst erfahren. Ich wollte schon immer die Gleichberechtigung in den Mittelpunkt rücken und habe sie zu einem zentralen Thema meiner Arbeit gemacht“, sagt sie. „In meinen Bildern möchte ich die Stärke von Frauen hervorheben.“

Brook Pifer, die zwischen ihren Wohnsitzen in New York City und L.A. pendelt, erzählt mit ihren Bildern Geschichten von Unabhängigkeit und Freiheit aus der Perspektive der Frauen. Sie legt großen Wert auf einen unverfälschten, natürlichen Look ihrer Bilder, der ihre einzigartige, fröhliche Lebenseinstellung widerspiegelt.

„Ich möchte nicht, dass meine Fotografien gestellt oder gekünstelt rüberkommen, sie sollen authentisch wirken“, so Pifer. „Wenn ich mich auf ein Projekt einlasse, dann fotografiere ich mit dem Herzen. Diese ausgesprochen glücklichen Momente kann man sonst einfach nicht einfangen.“

Brook Pifer, die außerhalb von Pittsburgh aufgewachsen ist, bekam von ihren Eltern in der zweiten Klasse eine Kodak 110 geschenkt. Die Fotografie zog sie sofort in ihren Bann und sie machte von ihren Klassenkameraden Schnappschüsse in den Schulgängen.

„Meine Eltern haben mich bis zu einem gewissen Punkt unterstützt, aber sie haben mich nicht wirklich angespornt“, sagt sie. „Sie wollten, dass ich Tierarzt oder Krankenschwester werde, aber ich war schon als kleines Kind sehr willensstark. Ich glaube, sie haben meinen Vorstellungen einfach nachgegeben.“

In der High School verliebte sie sich in die Porträtfotografie und im College, dem Art Institute of Pittsburgh, entdeckte sie die Macht des Fotojournalismus. Nach ihrem Abschluss zog Brook Pifer nach Orlando, wo sie als Assistentin für verschiedene Fotografen arbeitete, und verlegte schließlich ihren Lebensmittelpunkt nach New York City.

Heute wechselt Brook Pifer zwischen kommerziellen Aufträgen und verschiedenen Foto- und Videoprojekten. Ihre Herangehensweise an alle Aufgaben ist immer von der gleichen Haltung und demselben Stil geprägt – egal, ob sie an einem eigenen Projekt arbeitet oder für einen externen Auftraggeber.

„Im Kern ist es mein Ziel, andere zu inspirieren“, sagt Pifer. „Ich möchte andere Frauen dazu inspirieren, sich Gehör zu verschaffen, für ihre Meinung einzutreten und tolle Kunst zu kreieren.“

Entdecken Sie noch mehr starke Bilder der Fotografin Brook Pifer bei Getty Images

Die Post Fotograf im Rampenlicht: Frauen Bild für Bild stärken erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
So verleihen Sie Ihren Inhalten den Glanz und Glamour der oscarnominierten Filme 2017 http://stories.gettyimages.com/de/so-verleihen-sie-ihren-inhalten-den-glanz-und-glamour-der-oscarnominierten-filme-2017/ Fri, 03 Feb 2017 18:18:09 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24529

Die Post So verleihen Sie Ihren Inhalten den Glanz und Glamour der oscarnominierten Filme 2017 erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Filme können unsere Kultur maßgeblich beeinflussen und Bereiche wie Mode, Musik und sogar Politik prägen.

Um Zielgruppen zu erreichen, ahmen große Marken gerne die visuelle Ästhetik der besten Filme Hollywoods nach. Kleine Unternehmen können das auch, sogar ohne Blockbuster-Budgets.

Inspiriert von den oscarnominierten Filmen in der Kategorie Bester Film, zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr eigenes visuelles Meisterwerk gestalten können.

La La Land

Darum geht’s: In dieser modernen Ode an das klassische Musical begleiten wir die beiden Protagonisten und Träumer Mia und Sebastian bei ihrem Versuch, im Showbusiness Fuß zu fassen.

Der Look zum Film: Bilden Sie diese Liebeserklärung an Los Angeles mit romantischen, verträumten Bildern der Skyline nach. Bilder von Tänzern und Sternenhimmeln verweisen auf die hypnotisierenden Tanzszenen des Films. Mit Bildern von Jazzmusikern und Schauspielern können Sie die Sehnsüchte von Mia und Sebastian darstellen.

Hidden Figures – Unbekannte Heldinnen

Darum geht’s: Drei herausragende afroamerikanische Frauen spielen eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der NASA, einen Menschen ins Weltall zu entsenden. Dabei müssen sie sich gegen rassistische und sexistische Übergriffe behaupten.

Der Look zum Film: Bilder von intelligenten, gebildeten Frauen und von Raumfähren zeigen, welch großen Einfluss diese genialen Frauen auf die NASA hatten.

Arrival

Darum geht’s: Die Linguistik-Expertin Louise Banks soll nach der Landung von Raumschiffen herausfinden, wie man mit den Außerirdischen kommunizieren kann.

Der Look zum Film: Um die düstere, mysteriöse Stimmung dieses Außerirdischen-Thrillers wiederzugeben, suchen Sie nach Bildern mit Militärkonvois, Menschen in Schutzanzügen und – natürlich – mit Aliens.

Fences

Darum geht’s: In diesem Film, der im Jahre 1957 in Pittsburgh spielt, träumt der schwarze Installateur Troy Maxson davon, eines Tages professioneller Baseball-Spieler zu werden. Als die Major Leagues endlich afroamerikanische Spieler zulässt, ist er zu alt. Er lässt seinen Frust an seinem Sohn aus, einem talentierten Football-Spieler, und risikiert damit, seine Familie zu entzweien.

Der Look zum Film: Um tiefer in dieses komplexe Familiendrama einzudringen, halten Sie nach Bildern von Vätern, Söhnen und Ehefrauen Ausschau, die gerade intensiv miteinander diskutieren sowie nach Bildern von jungen, entschlossenen Sportlern.

Manchester by the Sea

Darum geht’s: Als der Bruder von Lee Chandler stirbt, kehrt er in seine Heimatstadt zurück, um sich um seinen Neffen zu kümmern. Dabei kämpft er nicht nur mit seiner eigenen Trauer; er lernt auch, wie man einen Teenager erzieht.

Der Look zum Film: Bilden Sie dieses verschlafene Städtchen nach mit Bildern von verschneiten Straßen, Fischerbooten und Jachthäfen.

Hacksaw Ridge

Darum geht’s: Der Pazifist Desmond Doss meldet sich im Zweiten Weltkrieg freiwillig bei der Army, verweigert aber den Dienst an der Waffe. Als unbewaffneter Sanitäter rettet er unzählige Leben in der Schlacht von Okinawa.

Der Look zum Film: Bilder von Soldaten auf dem Schlachtfeld aus den 1940er Jahren illustrieren die Tapferkeit und den Mut dieses Kriegshelden.

Hell or High Water

Darum geht’s: Die Brüder Toby und Tanner begehen gemeinsam eine Reihe von Banküberfällen in West Texas, um zu verhindern, dass die Farm ihrer Familie an die Bank zurückfällt.

Der Look zum Film: Mit Bildern von Bankräubern, Sheriffs und texanischen Landschaften können Sie die Stimmung des Films wiedergeben.

Lion

Darum geht’s: Der fünfjährige Saroo wird von einem bezaubernden australischen Paar adoptiert, nachdem er von seiner Famile in Indien getrennt wurde. Als junger Mann begibt er sich auf die Suche nach seiner Herkunftsfamilie.

Der Look zum Film: Saroos Reise von seiner Kindheit in Indien bis ins Erwachsenenalter können Sie mit Bildern von Zügen, indischen Städten und der geschwisterlichen Verbundenheit zwischen Brüdern wiedergeben.

Moonlight

Darum geht’s:  Moonlight erzählt die Geschichte eines jungen homosexuellen Afroamerikaners aus Miami, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Mithilfe seiner drogensüchtigen Mutter, einem Ersatzvater und seinem besten Freund entdeckt er sein wahres Ich.

Der Look zum Film: Bilder mit hellem, neonfarbigem Licht spiegeln die Ästhetik dieses visuellen Schauspiels wider. Suchen Sie auch nach Bildern von Schuljungen oder der Verbundenheit mit einer Vaterfigur, um die ausschlaggebenden Momente aus der Jugend des Hauptdarstellers wiederzugeben.

Entdecken Sie noch mehr Bilder, die von den diesjährigen Oscarnominierten inspiriert sind, bei iStock by Getty Images

Die Post So verleihen Sie Ihren Inhalten den Glanz und Glamour der oscarnominierten Filme 2017 erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Fotograf im Rampenlicht: Der Fokuswechsel eines Fotografen von Hochexplosivem hin zum roten Teppich http://stories.gettyimages.com/de/fotograf-im-rampenlicht-der-fokuswechsel-eines-fotografen-von-hochexplosivem-hin-zum-roten-teppich/ Thu, 26 Jan 2017 22:54:15 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24508

Die meisten Fotografen werden nicht darin ausgebildet, Sprengstoff für die Royal Air Force zu fotografieren, aber Neilson Barnard ist auch alles andere als ein normaler Fotograf. Barnard wuchs in Stow Maries auf, einer Kleinstadt in Essex an der Ostküste Englands, und trat mit 16 Jahren der britischen Luftwaffe (RAF) bei. Die darauffolgenden dreizehneinhalb Jahre reiste […]

Die Post Fotograf im Rampenlicht: Der Fokuswechsel eines Fotografen von Hochexplosivem hin zum roten Teppich erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Die meisten Fotografen werden nicht darin ausgebildet, Sprengstoff für die Royal Air Force zu fotografieren, aber Neilson Barnard ist auch alles andere als ein normaler Fotograf.

Barnard wuchs in Stow Maries auf, einer Kleinstadt in Essex an der Ostküste Englands, und trat mit 16 Jahren der britischen Luftwaffe (RAF) bei. Die darauffolgenden dreizehneinhalb Jahre reiste er mit den Sprengstoffentschärfern der RAF durch den Mittleren Osten, Europa und Afrika und fotografierte, wie er sagt, „so ziemlich alles, was Bumm macht“, um das RAF-Team bei der sicheren Entschärfung zu unterstützen. Die Bilder wurden ausschließlich zu diesem Zweck gemacht, Kreativität war hier weniger gefragt.

Heute fotografiert Barnard allerdings etwas andere Motive. Als Chief Entertainment Fotograf für Getty Images in Nordamerika ist er bei Premieren auf dem roten Teppich, Preisverleihungen und Produktausstattungen zugegen und fotografiert dort die wichtigsten Prominenten.

„Mein heutiger Job ist wirklich meilenweit von dem entfernt, was ich mal gemacht habe“, so Barnard. „Kein Tag ist gleich. An einem Tag bin ich in Dubai und am nächsten fotografiere ich das Sundance Film Festival. Ich finde das großartig.“

Als Barnard aus der RAF austrat, hatte er nicht den leisesten Schimmer, eines Tages die berühmtesten Stars Hollywoods zu fotografieren. Er zog nach New York, wo er ein Jahr lang im Hell’s Kitchen ein Restaurant leitete. In dieser Zeit machte er von seiner Kamera keinen Gebrauch bis ein Freund ihm vorschlug, mit ihm eine Platten Release Party im Nachtclub Limelight zu fotografieren. Obwohl er über zehn Jahre nichts anderes gemacht hatte, als zu fotografieren, fühlte er sich total blank.

„Ich wusste nichts von Weißabgleich oder Belichtung. Mir war auch überhaupt nicht klar, wie ich eine Blitzlicht-Anlage bedienen sollte“, sagte er. „Man merkt das den Bildern an. Erstaunlich, dass ich überhaupt etwas festhalten konnte.“

Die Erfahrung jedoch hatte enormen Einfluss auf ihn. Barnard wurde klar, dass er Fotograf werden wollte. Kurz darau zog er mit seiner Frau nach L.A., wo er ohne Portfolio bei der Bildagentur Picture Perfect als Anbieter unter Vertrag genommen wurde.

„Bis heute bin ich noch ganz erstaunt, dass sie mich angestellt haben“, sagte er.

Barnard kaufte sich eine Second-Hand-Kamera und so ziemlich jedes Buch, das er über Fotografie finden konnte, und ließ sich voll und ganz auf seinen neuen Job ein. Jeden Tag aufs Neue besuchte er Filmpremieren und Partys und gab sein Bestes „am Fuße des Totempfahls“, wie er sagt, wo er sich gemeinsam mit unzähligen anderen Fotografen drängte, um die Größen der Entertainment-Industrie auf dem roten Teppich einzufangen.

„Ich war in der dritten Reihe der Fotografen. Hier hielt ich die Kamera einfach über die Köpfe der anderen und versuchte, ein Bild zu machen“, sagte Barnard. „Die Tage, an denen ich es in die zweite Reihe schaffte, gehörten zu den besseren.“

Irgendwann gelang Barnard der Aufstieg. Er wurde zu einem Experten seiner Zunft und wurde auch von anderen Agenturen in L.A. unter Vertrag genommen. Und während eines Besuchs in New York kam er zu Getty Images.

„Es war während der Fashion Week“, sagte er. „Ich schlich mich in das Zelt im Bryant Park und bekam die Gelegenheit, mit einigen der Assignment Redakteure zu sprechen. Eines kam zum anderen und schließlich nahmen sie mich als Anbieter unter Vertrag.“

Barnard hat viele der weltweit berühmtesten und mächtigsten Menschen fotografiert, darunter auch US-Präsident Barack Obama, dem er 2016 zwei Mal begegnete. Seine liebste Arbeit aber von allen aber sind Aufnahmen von Kermit dem Frosch, Gonzo und anderen Muppets, die er 2008 bei FAO Schwartz fotografierte.

„Ich habe noch nie so viel gelacht beim Arbeiten“, sagte er.

In den letzten vier Jahren als Fotograf im Team von Getty Images erkannte Barnard, dass er mit den Veränderungen in der Branche nur mithalten konnte, wenn er sich ständig mit den neuesten Technologien auseinandersetzte. So nutzten er und seine Kollegen bei den diesjährigen Golden Globe Awards eine Roboterkamera, um die Stars beim Aussteigen aus ihren Limousinen zu fotografieren. Kein anderer Fotograf konnte etwas Vergleichbares liefern, da Fotografen dort nicht zugelassen waren.

„Ich bin der größte Nerd auf diesem Planeten und ich bin stolz darauf“, sagte Barnard. „Ich arbeite hart daran, anderen immer ein Stück voraus zu sein.“

Er kann sich nicht vorstellen, irgendetwas anderes zu tun.

„Es kam schon ein paar Mal vor, dass ich bei einem Musikfestival mitten auf einem Acker stand, tropfnass, bis zu den Augen im Matsch, all meine Kameras in Plastiktüten gepackt und mich fragte, ‚Was mache ich da nochmal genau?’“, sagte er. „Aber das Gefühl geht schnell wieder vorbei. Denn ich liebe meinen Job.“

 

Entdecke mehr Bilder von Neilson Barnard bei Getty Images

Die Post Fotograf im Rampenlicht: Der Fokuswechsel eines Fotografen von Hochexplosivem hin zum roten Teppich erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Redakteure des Picture Desks wählen Ihre Favoriten 2016 http://stories.gettyimages.com/de/redakteure-des-picture-desks-waehlen-ihre-favoriten-2016/ Thu, 15 Dec 2016 18:11:42 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24129

So ziemlich jedes Ereignis dieser Welt entfaltet sich vor den Augen der Redakteure des Getty Images Picture Desks. Die Bilder, die von unseren Fotografen festgehalten werden, erreichen sie oft binnen Sekunden. Allein die Anzahl der Bilder, die Sie tagtäglich sehen, ist überwältigend. Die anhaltende Kraft, die von den besten Aufnahmen ausgeht, ist dabei nur schwer […]

Die Post Redakteure des Picture Desks wählen Ihre Favoriten 2016 erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

So ziemlich jedes Ereignis dieser Welt entfaltet sich vor den Augen der Redakteure des Getty Images Picture Desks. Die Bilder, die von unseren Fotografen festgehalten werden, erreichen sie oft binnen Sekunden. Allein die Anzahl der Bilder, die Sie tagtäglich sehen, ist überwältigend. Die anhaltende Kraft, die von den besten Aufnahmen ausgeht, ist dabei nur schwer in Worte zu fassen. Wir haben einige der Bilder für Sie zusammengetragen, die unser globales Redakteur-Team 2016 in Staunen versetzt und sie inspiriert haben. Wir hoffen, Sie lassen sich davon genauso mitreißen:

Jim Dyson
Picture Desk Manager, London

„Das ist eines dieser unvergesslichen Bilder, die mich haben innehalten lassen. Es zeigt den Schrecken und das Chaos mit dem die Flüchtlinge kämpfen müssen und die Not der Kinder. Jeden Tag mit so schwierigen Bildern konfrontiert zu werden, kann einen bis zu einem gewissen Grad abstumpfen lassen. Dieses Bild aber hatte eine enorme Wirkung auf mich, nicht zuletzt, weil ich im Sommer Vater von Zwillingen geworden bin. Der erschreckte Gesichtsausdruck des Babys ist so niedlich wie herzzerreißend.“

Ker Robertson
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Ein Bild, das mir aufgefallen ist, war diese dramatische Aufnahme von Tina Weirather beim Super G der Frauen während des WM-Finales in St. Moritz. Wenn bei einer Wintersportaufnahme Action, Landschaft, Wetter und Dramatik zusammenkommen, dann zählen diese Bilder zu den besten der Sportfotografie. In diesem Fall positionierte sich der Fotograf Matthias Hangst an einem tollen Ort und setzte seine Erfahrung und die Möglichkeiten seiner Kamera ein, um diesen unvergesslichen Moment festzuhalten.“

Andy Kiss
Senior Picture Desk Redakteur, New York

„Während des US-Präsidentschaftswahlkampfs haben wir so viele Bilder von Hillary Clinton und Donald Trump gesehen, deren Emotionen eindeutig in ihre Gesichter geschrieben waren. Ich liebe dieses Bild, weil seine Kraft in dem liegt, was alle zu verbergen versuchen. Diese Aufnahme hält das fassungslose Entsetzen, die bittere Enttäuschung und die Resignation fest, die Hillary Clinton und ihre Unterstützer nach dem Wahlverlust ergriffen.“

Ruby Wallau
Picture Desk Redakteur, Los Angeles

„Als Redakteur liebe ich es, wenn es einem Fotografen gelingt, mich zu überraschen. Dieses Foto hat es mir angetan – nicht nur aufgrund seiner exzellenten Komposition, der Lichtsetzung und dem Gefühl für den Moment. Sondern weil es den Charakter hinter der Kamera zeigt. Lintao Zhang hat sich beim Fotografieren die Zeit genommen, etwas Überraschendes zu finden. Das Bild stellt weder die Mode noch das Model in den Mittelpunkt. Vielmehr wird mithilfe von Silhouetten und Filtern ein absolut eleganter Moment festgehalten. Ich liebe es, wenn unsere Fotografen nicht nur die klassischen Aufnahmen von einem Ereignis machen, sondern sich von ihrer Abenteuerlust leiten lassen.“

Victoria Middleton
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Ich hatte Spätschicht als der Fotograf Carl Court diese Bild hochlud und weiß noch genau, wie sehr mich dieses Bild traf. Die Unschuld des Jungen, der so um die 7 oder 8 Jahre alt sein muss und mit seinem Fahrrad spielte und den Fotografen direkt ansah, steht der Landschaft entgegen, die unaufhörlich zu brennen scheint. Das Bild hat eine große Anziehungskraft auf den Betrachter und wirft die Frage auf, wie wohl die Zukunft für diesen Jungen, seine Familie und all diejenigen aussehen wird, die dem IS ausgesetzt sind. Wir leben in einer von Bildern dominierten Welt und sind einer Flut an Eindrücken ausgesetzt. Dieses Bild aber hat mich wirklich innehalten und nachdenken lassen.“

Jerry Fiandaca
Picture Desk Redakteur, New York

„2016 wird uns wohl für seine spaltende Politik, grausame Terrorakte und das Ableben so vieler beliebter Persönlichkeiten in Erinnerung bleiben. Als Redakteur sehe ich tagtäglich so viele Bilder von diesen schrecklichen Ereignissen, dass die guten Dinge leicht übersehen werden. Aber wenn Sie mich fragen, so waren all die wundervollen Momente, die uns der Sport geschenkt hat, die Rettung in all dem Unheil. Dazu gehören unter anderem der lang erstehnte Sieg der Cleveland Cavaliers beim NBA Finale, der erste Titelsieg der Chicago Cubs in der Baseball World Series seit 108 Jahren und natürlich die Olympischen Spiele in Rio. Dieses Bild von Nikki Hamblin, die ihrer verletzten Kontrahentin Abbey D’Agostino hilft, zeigt all das, wofür die olympische Idee steht. Es geht darum, dass die Welt zusammenkommt, Unterschiede zur Seite gelegt werden und die Menschlichkeit wieder in den Mittelpunkt rückt.

Hilary Markiewicz
Picture Desk Redakteur, New York

„Jedes Mal, wenn ich dieses Bild von US-Präsident Obama sehe, zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht. Alex Wong zeigt, wie sehr ein Mann nicht nur an der Spitze eines freien Landes stehen, sondern auch ein Vater sein kann, der seine Tochter beim Festhalten eines Selfies nachmacht. Fesselnde Momente wie diesen, die den Charme und den väterlichen Humor des Präsidenten zeigen, werde ich ab kommendem Januar wohl am meisten vermissen.“

Michael Bocchieri
Senior Picture Desk Redakteur, New York

„Ich habe schon viele Landemanöver im Weltraum gesehen. Aber dieses Bild von Bill Ingalls von der NASA ist von besonderem historischen Wert. Ingalls hat das Bild von einem russischen Helikopter aus fotografiert, der das Sojus-Raumschiff entdeckt hatte, als es durch die Wolken trieb. An Board des Raumschiffs waren die Mitglieder der Expedition 46: Commander Scott Kelly von der NASA und die russischen Kosmonauten Mikhail Kornienko und Sergey Volkov von Roscosmos. Kelly und Kornienko hatten gerade eine rekordverdächtige einjährige Mission auf der Internationalen Raumstation ISS absolviert, um Daten über die Auswirkungen von langfristiger Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper zu sammeln. Ein kleiner Baustein von vielen, um menschliches Leben auf dem Mars zu ermöglichen. Neben der Erde zählt der Mars zu den bewohnbarsten Planeten unseres Sonnensystems. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, ist es überlebensnotwendig, uns außerhalb unseres Mutterplaneten eine Existenz aufzubauen.“

Chelsea Guglielmino
Senior Picture Desk Redakteur, Los Angeles

„Als Bildredakteur für den Bereich Entertainment fasst dieses Bild für mich das Jahr 2016 perfekt zusammen. Es erinnert mich an Cyberkultur, Voyerismus und die verschwimmenden Grenzen der Urheberschaft. Das Wandbild von Scott Marsh basiert auf einem Mem von Jen Lewis, das wiederum von einem Bild stammt, das der Getty Images Fotograf Jason Merritt aufgenommen hatte. Das Bild von Brendon Thorne schenkt dem Getty Images Fotografen wieder die Urheberschaft des Bildes. Genau dann, wenn man meint, der Kreis würde sich schließen, denke ich an die Hände in dem Bild. Die Person, die das Bild aufgenommen hat, wird es vermutlich auf Instagram hochladen. Und der Kreis dreht sich von Neuem.“

Krystal Grow
Picture Desk Redakteur, New York

„Als News-Redakteure haben wir sowohl das Glück wie auch das schwere Los, zu den ersten zu gehören, Bilder von den weltweit neuesten Ereignissen zu sehen – tragische wie auch erbauliche. Dieses Bild wurde am Tag nach den Schießereien im Nachtclub Pulse in Orlando aufgenommen. Menschen aus dem ganzen Land kamen zusammen und trauerten um die 49 Todesopfer und 53 Verletzten der verheerendsten Massenschießerei in der US-amerikanischen Geschichte. Nach all den Bildern voller Trauer, Chaos und Verzweiflung, die unmittelbar nach dem Anschlag über unsere Tische gingen, stand das Bild von David McNew auf ergreifende und kraftvolle Art für Trotz, Liebe, Kraft und Einigkeit. Denn Fotografen steht es durchaus frei, über komplizierte Themen und Gefühle mit Anmut und Schönheit zu berichten.“

Sarah Morris
Senior Picture Desk Redakteur, Los Angeles

„Bilder von der Fashion Week gehören zu unseren Lieblingen, denn die Fotografen lassen sich vom Licht, der Inszenierung, dem Make-up und dem Styling zu äußerst kreativen Aufnahmen inspirieren. Dieses Bild vom Backstage-Bereich der Antonio Marras Show auf der Mailänder Fashion Week fängt die Szene wundervoll ein. Der dunkle Hintergrund und die Lippen des Models bilden einen herrlichen Kontrast zu ihrer blassen Hautfarbe. Raffiniert eingesetzte Filter, die einen sanften Fokus-Effekt am Bildrand erzeugen, lenken die Aufmerksamkeit des Betrachters direkt auf den durchdringenden Ausdruck des Models. Das Bild wird umso interessanter, wenn man bedenkt, unter welch hektischen Bedingungen das Bild im Backstage-Bereich einer Fashion Show entstanden ist. All diese Elemente erzeugen den Eindruck eines Gemäldes, was das Bild von den üblichen Backstage-Fotos deutlich abhebt.“

Matt Blyth
Senior Picture Desk Redakteur, Sydney

„Ich hatte das große Glück, dieses Bild von Cameron Spencer auswählen zu dürfen, das er bei den diesjährigen Australian Open aufgenommen hatte. Meine erste Reaktion war ‚Wow, das ist ja der Wahnsinn!‘ In all den Jahren, in denen ich Tennisbilder ausgewählt habe, ist mir noch nie ein derartiges Bild begegnet. Es ist nahezu ein Vollformatbild, sehr clean und, was am wichtigsten ist, die Action ist perfekt. Wann haben Sie jemals einen Tennisspieler in Aktion gesehen, dessen Position absolut horizontal ist!“

John Keeble
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Wir sehen jeden Tag tolle Bilder, die einem ein ‚Wow!‘ entlocken. Bei diesem Bild war aber alles ganz anders, weil die Situation so viel Traurigkeit ausdrückte. Als ich das Bild näher betrachtete, bemerkte ich wie sich die beiden Jungen an der Schokoladentafel und den Süßigkeiten festhielten, die sie zum Trost bekommen hatten. Ich weiß noch, als mein Sohn ungefähr im gleichen Alter war und ich ihn einfach nur beschützen wollte. Ich weiß auch noch, wie ich ihn mit einer Schokoladentafel tröstete, die er wie die Jungen in dem Bild festhielt. Für mich drückt sich darin die Kraft eines Bildes aus. Es hat mich innehalten, mich die Traurigkeit spüren und über das Leben dieser Jungen und ihre Situation nachdenken lassen. Es hat mich sogar an meine eigene Geschichte erinnert und Dankbarkeit in mir hervorgerufen.“

Larry Cutchall
Senior Picture Desk Redakteur, New York

„Dieses Bild hat mich noch am selbem Tag, an dem es auf meinen Schreibtisch landete, wachgerüttelt und aufmerken lassen. Ich habe mir das Bild von unserem Anbieter Alexander Koerner lange angesehen. Die Tatsache, dass der verzweifelte Läufer, der das Feld angeführt hatte, letztlich als zweiter ins Ziel lief und dass sein Bruder ihm half, der den dritten Platz belegte, bewies für mich, dass diese Aufnahme alle wesentlichen Elemente eines außerordentlichen Bildes enthielt – Dramatik, Neuigkeitswert und Komposition.“

Sean Conway
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Ein Bild aus all den atemberaubenden Aufnahmen auszuwählen, die wir jeden Tag sehen, ist eine große Herausforderung.
Nichts ist mit der Reise vergleichbar, die diese Flüchtlinge auf sich genommen haben und von der diese Aufnahme unseres Bildpartners Anadolu zeugt. Ein einziges Bild fasst zusammen, wie gefährlich diese verzweifelte Suche nach einem ‚besseren Leben‘ sein kann.“

Elise Shively
Picture Desk Redakteur, Los Angeles

„Ich liebe diese Aufnahme von Bill Murray und das Gefühl, das darin festgehalten wird. Es ist ein perfektes Beispiel für den ‚entscheidenden Moment‘.“

Simone Brown
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Das Bild von Stuart C. Wilson habe ich zum ersten Mal auf der Titelseite des ‚Guardian‘ gesehen als ich unterwegs zur Arbeit war. Ich bin tatsächlich stehen geblieben und habe es mir genau angesehen, weil das Bild so grafisch und markant ist. Es zieht einen förmlich an. Dieses Bild betont auch die ‚alternative Perspektive‘ – eine Technik, bei der man sich einem Auftragsbild von einem anderen Blickwinkel aus nähert.“

Juan Ramos
Picture Desk Redakteur, New York

„Dieses Bild, das von David McNew in Los Angeles fotografiert wurde, hält einen ziemlich angespannten Augenblick zwischen der Polizei und Trump-Gegnern fest. Die Aufnahme drückte, wie auch die vielen anderen Bilder, die wir an diesem Tag erhielten, eine aufkommende Verzweiflung aus. Es war ein historischer Wendepunkt, an dem der politische, soziale und kulturelle Diskurs eine agressive Haltung eingenommen hat. Meine Heimat war plötzlich nicht mehr die selbe.“

Julia Liebscher
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Als ich Bilder aus einem Set unseres Fotografen Lintao Zhang von der Mercedes-Benz China Fashion Week zu den Frühjahrs- und Sommerkollektionen 2017 auswählte, fiel mir unter den Tausenden Aufnahmen dieses Bild aufgrund seiner Schönheit sofort auf. Der Schwarz-Weiß-Kontrast bildet zusammen mit den klaren Linien und dem transparenten Schleier eine außergewöhnliche Kombination. Die Begeisterung des Publikums verleiht dem ganzen Augenblick eine nahezu andächtige Stimmung.“

Rachael Jackson
Senior Picture Desk Redakteur, Los Angeles

„Ich kann mir nicht vorstellen, was es bedeutet, im Rampenlicht der Öffentlichkeit aufzuwachsen und ich war noch nie in der Karibik. Ich mag dieses Bild sehr, weil mir ein Gefühl für Raum und Zeit gibt. Diese Leute machen an einem wunderschönen tropischen Ort Urlaub aber die Zeit bleibt für sie stehen, als Prinz Harry an ihnen vorbeiläuft. Alle Augen ruhen auf ihm als er seinen Geschäften nachgeht und ganz bei sich bleibt.“

Afton Almaraz
Senior Picture Desk Redakteur, New York

„Den Moment, als Donald Trump bei dem Nationalkongress der Republikaner mit großem Brimbamborium auf die Bühne tritt, um seine Frau Melania Trump vorzustellen, werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Unser Fotograf Alex Wong hatte eine perfekte Position eingenommen, um diesen ungewöhnlichen Auftritt festzuhalten. Es war völlig unklar, ob Trump früh auf die Bühne kommen würde, und falls ja, wie? Ich wählte die Bilder vorort aus und erinnere ich mich noch daran, wie im Medienraum plötzlich ‚We are the Champions‘ von Queen lief und unserem Team innerhalb weniger Sekunden Alex Wongs Bild vom legendären Einlauf Trumps in bester Wrestling-Manier vorlag. Das ist ein Bild, das man nie wieder vergisst und das Trumps dramatischen Einlauf mitten im Nebellicht festhält. Es spricht Bände über seine Qualitäten als Showman und seine Persönlichkeit.“

Rebekah Downes
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Der Morgen des 24. Juni 2016 war surreal und hat uns Londoner ziemlich benommen zurückgelassen. Als sich das Ergebnis des EU-Referendums abzeichnete, fielen die landesweiten Reaktionen in den Medien ein – von reiner Freude bis hin zu Furcht. Ich habe an jenem bewegten Morgen viele Bilder ausgewählt, aber keines hat die schockierenden Ergebnisse so gut eingefangen wie Rob Stothards Aufnahme von den Wählern, die für einen Verbleib in der EU gestimmt haben, und ihrer Reaktion auf die Neuigkeiten. Die unmissverständlichen Gesichtsausdrücke voller Zweifel und Verzweiflung sind auf eine wundervoll schöne Art eingefangen und illustrieren die Gefühle von 48,1 % der Bevölkerung. Sobald ich das Bild sah, wurde ich aktiv und teilte es auf Twitter mit der ganzen Welt via @GettyImagesNews zusammen mit Jack Taylors Bild von feiernden Gegnern für den EU-Verbleib, ein starker Kontrast.“

Brandon Choe
Picture Desk Redakteur, Los Angeles

„Die Doppelgänger-Verkleidung von Heidi Klum gilt als humorvolle Referenz auf den Narzissmus eines Models. Klum hat sich mit fünf Models selbst dupliziert und so die Selbstzentriertheit auf eine neue Ebene gebracht, was in unserer heutigen Instagram-Kultur besonders relevant ist. Ihr Gesichtsausdruck ist ein Klassiker auf dem roten Teppich, die anderen aber sind auf gespenstische Weise anders. Und obwohl alle Models sind, ist die unheimliche Kluft zwischen ihnen und Klum unbestritten. Das macht diese Aufnahme so sensationell interessant und unkonventionell. Wenn Halloween ein Tag wäre, an dem man die Geister austrixte, so hätte sie sie alle sicherlich hereingelegt.“

Maribel de la Torre
Senior Picture Desk Redakteur, New York

„Es gab viele Bilder in diesem Jahr, die mir ans Herz gewachsen sind, aber diese Aufnahme von Mario Tama aus seinem ersten Set über den Zika Virus in Brasilien hat mich nicht mehr losgelassen. Es war das erste Mal, das ich diese Seuche aus nächster Nähe gesehen habe. Dieser stille Moment zwischen einer Mutter und ihrem Sohn zeigt, wie achtsam Tama mit dieser schrecklichen Geschichte umgegangen ist.

Amy Zielinski
Senior Picture Desk Redakteur, London

„Im März sprengte sich am Brüsseler Flughafen Zaventem ein Selbstmordattentäter in die Luft. Es kommt selten vor, dass ein Fotograf so schnell an einem Tatort ist und das ganze Ausmaß der Zerstörung festhalten kann, bevor die Polizei das Gebiet weiträumig absperrt. In diesem Fall jedoch war der georgische Journalist Ketevan Kardava auf Reisen als der Anschlag verübt wurde und fotografierte die Szene. Jeder von uns könnte die Frau rechts im Bild sein, eine Stewardess, die unschuldig an einem Flughafen oder Bahnhof ihren Geschäften nachgeht. Wir können ihre Erschöpfung, ihren Schock und ihre Verwirrung nachempfinden. Ihrem direkten Blick in unsere Augen kann man sich kaum entziehen, ebensowenig ihren nach dem Selbstmordanschlag durcheinander geratenen Kleidern. Die Frau links im Bild telefoniert mit Blut verschmierter Hand und ruft vermutlich gerade Hilfe herbei oder hat sich mit ihrer Familie in Verbindung gesetzt. In diesem Bild ist kein Kampf um Leben oder Tod zu sehen, stattdessen identifiziert man sich mit beiden Frauen, die gerade versuchen, mit der Situation klarzukommen. Es ist ein schreckliches Bild, das diesen chaotischen Moment wiedergibt, wenn man einen Terroranschlag überlebt.“

Entdecken Sie noch mehr Bilder von den bewegenden Momenten 2016 im eBook von Getty Images Jahresrückblick Year in Focus.

Die Post Redakteure des Picture Desks wählen Ihre Favoriten 2016 erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Lars Baron dokumentiert Sebastian Steudtners Ritt auf der Monsterwelle http://stories.gettyimages.com/de/lars-baron-dokumentiert-sebastian-steudtners-ritt-auf-der-monsterwelle/ Tue, 20 Dec 2016 16:15:43 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24205

Das malerische Dorf Nazaré an Portugals Atlantikküste hat sich zum Hotspot für Big-Wave-Surfer etabliert. Einer von ihnen ist Sebastian Steudtner, der letztes Jahr zum zweiten Mal den „XXL Global Big Wave Award“ für die größte gesurfte Welle des Jahres gewann. Getty Images Sportfotograf Lars Baron hat ihn ein paar Tage lang begleitet und dokumentiert, wie […]

Die Post Lars Baron dokumentiert Sebastian Steudtners Ritt auf der Monsterwelle erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Das malerische Dorf Nazaré an Portugals Atlantikküste hat sich zum Hotspot für Big-Wave-Surfer etabliert. Einer von ihnen ist Sebastian Steudtner, der letztes Jahr zum zweiten Mal den „XXL Global Big Wave Award“ für die größte gesurfte Welle des Jahres gewann. Getty Images Sportfotograf Lars Baron hat ihn ein paar Tage lang begleitet und dokumentiert, wie sich der Extremsportler auf den Ritt der Monsterwellen vorbereitet.

„Letztes Jahr habe ich einen Fernsehbericht über Sebastian Steudtner gesehen und war fasziniert. Ich wollte unbedingt Fotos von ihm machen. Der Kontakt war schnell hergestellt über einen Bekannten, der den Bericht gedreht hatte, und wir trafen uns in Nazaré. Leider blieben bei dieser ersten Begegnung die Wellen aus, aber wir machten ein paar schöne Aufnahmen am Strand.

Letzte Woche bekam ich dann einen Anruf von Sebastian, dass die Wettervorhersage gut ist. Ich packte schnell mein Equipment ein und stieg in den Flieger nach Portugal. Vor Ort durfte ich Sebastian auf Schritt und Tritt begleiten: Morgens beim Wetter- und Wellen-Check, beim Präparieren des Equipments und bei der Besprechung mit dem Team und Jetski-Fahrer. Bei einer gefährlichen Sportart wie dem Big-Wave-Surfen ist eine gute Vorbereitung essenziell.

Aber ich konnte ihn auch in entspannten Momenten fotografieren, wie beim Frühstück im Stammcafe oder in der fröhlichen Runde mit der weltweiten Surfer-Elite, die sich in Nazaré versammelt hatte.

Leider spielte das Wetter am ersten Tag nicht mit. Die Wellen waren gigantisch, aber der Wind auch. Sebastian wollte trotzdem aufs Meer. Der Jetski-Fahrer Tom Butler, selber ein Big-Wave-Pro, konnte jedoch fast nichts sehen, so dass sie den Versuch schnell wieder abbrachen.

Am zweiten Tag hatten wir mehr Glück. Die Wellen waren nicht mehr ganz so monströs wie am Vortag, aber immer noch sehr hoch und wesentlich geordneter. Außerdem war es nahezu windstill und die Sonne strahlte über dem kleinen Fischerdörfchen. Sebastian ließ sich von seinem Jetski-Fahrer Eric Rebiere in einen Brecher ziehen und ritt die Welle perfekt ab.

Trotz guter Voraussetzungen und Vorbereitungen gehört für mich als Fotografen viel Geduld und ein bisschen Glück dazu, einen guten Shot einzufangen, denn man weiß nie, wo die Welle bricht. Es ist weniger kalkulierbar als bei anderen Sportarten. An diesem Tag kam jedoch alles perfekt zusammen.“

Alle Bilder von Lars Baron aus Nazare ansehen

Die Post Lars Baron dokumentiert Sebastian Steudtners Ritt auf der Monsterwelle erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Apple setzt beim neuen MacBook Pro auf einen wilden Farbrausch http://stories.gettyimages.com/de/apple-setzt-beim-neuen-macbook-pro-auf-einen-wilden-farbrausch/ Mon, 19 Dec 2016 22:19:05 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23946

Apple ist bekannt für seine fulminanten Werbespots und auch das jüngste Werk macht da keine Ausnahme. Der 30-Sekünder für das neue MacBook Pro mit Touch Bar eröffnet das Szenario mit buchstäblichen Farbexplosionen – auf den Bildschirmen des neuesten Laptop-Modells sind berstende Farbpuder zu sehen, die mal schneller, mal langsamer explodieren. Sofort ziehen die reizvollen und […]

Die Post Apple setzt beim neuen MacBook Pro auf einen wilden Farbrausch erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Apple ist bekannt für seine fulminanten Werbespots und auch das jüngste Werk macht da keine Ausnahme. Der 30-Sekünder für das neue MacBook Pro mit Touch Bar eröffnet das Szenario mit buchstäblichen Farbexplosionen – auf den Bildschirmen des neuesten Laptop-Modells sind berstende Farbpuder zu sehen, die mal schneller, mal langsamer explodieren. Sofort ziehen die reizvollen und überraschenden Bilder die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich – wir bekommen etwas Lustiges, Chaotisches und Schönes zu sehen, das irgendwie schräg ist.

Der Spot ist ein gutes Beispiel für den Trend „Messthetics“, den das Global Creative Team bei Getty Images in seinem visuellen Forecast für 2016 bereits als maßgeblichen Treiber identifizierte.

Dieser Trend stellt Bilder in den Mittelpunkt, deren Ästhetik Dreck, Schmutz und Unordnung feiert. Entstanden ist er aus der Sehnsucht, aus dem hygienischen und vorhersehbaren Alltag auszubrechen.

Eine Langfassung, die das Design, die Leistung und die Features des MacBook Pro in den Mittelpunkt stellt, geht sogar noch einen Schritt weiter. Durchsetzt mit Farbexplosionen wird vor den Augen des Betrachters die Technologie des Apple Rechners seziert, wobei das Gerät in der Luft Schicht für Schicht auseinandergenommen und so das verwirrend schöne Innenleben des Computers freigelegt wird.

„Dieser Trend wird begleitet von Unvorhersehbarkeit und einem Staunen, die Marken die Umsetzung wirkungsvoller Kampagnen und Erfahrungen ermöglichen“, so Getty Images Senior Art Director Gemma Fletcher. „Dieser Ansatz ist alles andere als eingängig und verfügt über ein enormes Potenzial, sich in einem umkämpften Markt zu behaupten.“

 

Entdecken Sie dynamische, chaotische Bilder, mit denen Sie Ihr eigenes kleines Durcheinander anrichten können bei Getty Images und iStock by Getty Images

Die Post Apple setzt beim neuen MacBook Pro auf einen wilden Farbrausch erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Die Sportbilder des Jahres und die Geschichten dahinter http://stories.gettyimages.com/de/die-sportbilder-des-jahres-und-die-geschichten-dahinter/ Fri, 09 Dec 2016 15:29:14 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=24054

Von der Kunst, den einen besonderen Moment einzufangen, der für immer in unserem Gedächtnis bleibt. Ein ereignisreiches Jahr für den deutschen Sport liegt hinter uns mit vielen emotionalen, unvergesslichen Momenten – Bastian Schweinsteigers tränenreicher Abschied aus der Nationalelf, Angelique Kerbers Eroberung des Tennisthrons als erste Deutsche seit Steffi Graf, Spannung, Jubel und Enttäuschung bei der […]

Die Post Die Sportbilder des Jahres und die Geschichten dahinter erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Von der Kunst, den einen besonderen Moment einzufangen, der für immer in unserem Gedächtnis bleibt.

Ein ereignisreiches Jahr für den deutschen Sport liegt hinter uns mit vielen emotionalen, unvergesslichen Momenten – Bastian Schweinsteigers tränenreicher Abschied aus der Nationalelf, Angelique Kerbers Eroberung des Tennisthrons als erste Deutsche seit Steffi Graf, Spannung, Jubel und Enttäuschung bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, die Überraschungserfolge während der Olympischen Spiele in Rio, Nico Rosbergs erster Formel 1-Weltmeisterschaftstitel und viele mehr.

Unsere Sport-Fotografen waren immer vor Ort und haben die Ereignisse auf und neben den Schauplätzen eingefangen. Was sie auszeichnet, ist neben jahrelanger Erfahrung, Expertise und Talent auch die Kunst, den einen besonderen Moment einzufangen, der für immer in unserem Gedächtnis bleibt.

Hier sind ihre Bilder des Jahres und die Geschichten, die sie erzählen:

„Schon vor Beginn seines Abschiedsspiels wurde es sehr emotional: Schweinsteiger weinte hemmungslos. Er war sichtlich bewegt.“ Lars Baron, Sportfotograf

„Nach 5 Wochen Dauereinsatz bei der Euro 2016 in Frankreich und 4 aufregenden, anstrengenden Wochen bei den Olympischen Spielen in Rio, versprach der Einsatz beim Test Länderspiel zwischen Deutschland und Finnland eine eher ruhige Angelegenheit zu werden. Freundschaftsspiele sind oft nicht so aufregend, aber dann stellte sich heraus, dass es das letzte Länderspiel von Bastian Schweinsteiger sein sollte. Schon vor Beginn seines Abschiedsspiels wurde es sehr emotional: Schweinsteiger weinte hemmungslos. Er war sichtlich bewegt.

Das Spiel selber war eher unspektakulär, die wichtigsten Szenen ereigneten sich nach dem Spiel. Schweinsteiger wurde zuerst von seinen Mitspielern auf Schultern getragen. Leider liefen sie nicht in meine Richtung, deshalb entschied ich mich, die Position zu wechseln. Und als ich gerade mit meinen drei Kameras hinter dem Tor stand, warfen seine Teamkollegen ihn in die Luft.

Ich griff meine Kamera mit dem 70-200 Zoom und fotografierte einhändig einfach drauf los.
Glücklicherweise war der Zoom genau auf die richtige Entfernung eingestellt. In der anderen Hand hatte ich meine Kamera mit dem langen Objektiv. In dem Moment, als Schweinsteiger in der Luft war, drehte er sich in meine Richtung und guckte direkt in meine Kamera – ich hatte mein Foto des Jahres. Für mich war es ein besonderer Moment, weil ich seine Karriere seit Jahren fotografisch begleite und vor allem während der WM in Brasilien sehr emotionale, persönliche Bilder von ihm einfangen konnte. Somit schloss sich an diesem Abend der Kreis.“

„Erst später erkannte ich, dass ich einen Moment festgehalten hatte, in dem die unterschiedlichen Persönlichkeiten dieser drei Ausnahmespieler einzigartig eingefangen sind.“ Alexander Hassenstein, Sportfotograf

„Ich hatte für das Ballon d’Or Event durch unsere Partnerschaft mit der FIFA einen exklusiven Zugang, d.h. ich durfte als einziger Fotograf nah an der Bühne arbeiten – direkt vor den Nominierten zum Weltfußballer des Jahres.

Christiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar setzten sich auf ihre Plätze – ein Stuhl zwischen Ronaldo und Messi blieb aber erstmal leer. Der Beginn der Show rückte immer näher und es machte sich Unruhe breit, weil keiner genau wusste, warum der Stuhl frei war und ob noch jemand kommen würde. Ich wollte unbedingt das Foto der drei Nominierten einfangen und ich wusste, dass ich nur noch wenige Sekunden Zeit habe. Was sollte ich machen? Warten und riskieren ohne Bild zu bleiben?

Plötzlich kam eine Frau näher und setzte sich auf den Platz. Es war Messis Freundin Antonella Roccuzzi. Ich fotografierte schnell einige Frames, bevor sich der Saal verdunkelte, und verschwand. Erst später erkannte ich, dass ich einen Moment festgehalten hatte, in dem die unterschiedlichen Persönlichkeiten dieser drei Ausnahmespieler einzigartig eingefangen sind.“

„Ich bin davon überzeugt, dass man manchmal Risiken eingehen muss, um etwas Besonderes, Neuartiges in seiner Fotografie zu erzielen.“ Adam Pretty

„Dieses Bild habe ich mit einer Canon 1dx Kamera aufgenommen, die mit einem 50mm f/1.2 Objektiv ausgestattet war. Dabei habe ich eine offene Blende und eine schnelle Verschlusszeit eingestellt, um den Skispringer ‚einzufrieren‘. Die Linse war ein bisschen schmutzig, was in Kombination mit der offenen Blende und dem grellen Stadionlicht einen schönen Lens-Flare-Effekt erzeugte.

Es war sehr wichtig, die Kamera vorab zu fokussieren, weil sich der Athlet beim Anlauf zum Sprung mit 100 km/h bewegte. Wenn man eine offene Linse verwendet, gibt es in einer Situation wie dieser sehr wenig Freiraum für Fehler. Aber ich bin davon überzeugt, dass man Risiken eingehen muss, um etwas Besonderes, Neuartiges in seiner Fotografie zu erzielen – und genau das habe ich mit diesem Bild versucht.“

“Ich liebe diese Momentaufnahme, in der alles perfekt zusammenkommt.“ Cameron Spencer

„Dieses Bild von Angelique Kerber wurde von einem Catwalk hoch über der Rod Laver Arena aufgenommen, nachdem sie das Finale gewonnen hatte. Ich erinnere mich, dass sie sehr aufgeregt war nach dem anstrengenden und sehr spannenden Final-Match gegen Serena Williams, die eigentlich die Favoritin war.

Ich liebe diese Momentaufnahme, in der alles perfekt zusammenkommt – die Siegerin auf dem Center Court, die ihre Trophäe küsst und glücklich für die große Schar an Fotografen und Medienleuten posiert. Ich habe das Blitzlicht von einem der Fotografen eingefangen und einige Scheinwerfer haben zusätzlich interessante Schatten geworfen aus unterschiedlichen Perspektiven.“

„Das ist technisch sehr anspruchsvoll und nicht jeder Versuch gelingt. Aber am Ende hat sich das Experiment gelohnt.“ Matthias Hangst

„Während der Olympischen Spiele in Rio war ich zusammen mit einigen Kollegen an der Copacabana für die Berichterstattung von Freiluftsportarten wie Rudern, Bogenschiessen, Triathlon oder Leichtathletik verantwortlich. Wir hatten vor Ort einen straffen Plan, was wir fotografieren mussten, aber manchmal ergab sich eine Lücke im Kalender.

An diesem Tag konnte ich im Olympiapark Barra Fechten, Turnen und Tischtennis fotografieren. Die Fechthallen bei Olympischen Spielen bieten oft tolle Lichtverhältnisse. Die Hintergründe sind meistens schwarz und es gibt eine schöne ausgewogene Spotbeleuchtung auf die Planche.

Ich war vormittags mit einem Kollegen vor Ort und wir hatten eine lange Liste mit Sportlern, die wir unbedingt fotografieren mussten. Aber es blieb auch noch genug Zeit, um ein bisschen zu experimentieren und ein paar kreative Aufnahmen auszuprobieren.

Dieses Bild ist eine Kombination aus einer sehr langen Belichtung, die leicht mitgezogen ist und dabei mit einem Zoomeffekt kombiniert wurde. Das ist technisch sehr anspruchsvoll und nicht jeder Versuch gelingt. Aber am Ende hat sich das Experiment gelohnt.“

Alle Sportbilder des Jahres 2016 finden Sie hier

Die Post Die Sportbilder des Jahres und die Geschichten dahinter erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Das Getty Images Team stellt vor: Die visuellen Trends 2017 http://stories.gettyimages.com/de/das-getty-images-team-stellt-vor-die-visuellen-trends-2017/ Wed, 16 Nov 2016 15:23:12 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23780

Ob in Social Media Feeds, in Zeitschriften oder Anzeigen – jedes Bild, das wir sehen, beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen. Aber ist es uns auch möglich zu prognostizieren, mit welcher Art von Bildern wir es im nächsten Jahr zu tun haben werden? Ja. Jedes Jahr analysiert das global aufgestellte Getty Images Creative Team mit […]

Die Post Das Getty Images Team stellt vor: Die visuellen Trends 2017 erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Ob in Social Media Feeds, in Zeitschriften oder Anzeigen – jedes Bild, das wir sehen, beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen. Aber ist es uns auch möglich zu prognostizieren, mit welcher Art von Bildern wir es im nächsten Jahr zu tun haben werden?

Ja.

Jedes Jahr analysiert das global aufgestellte Getty Images Creative Team mit seinen Art Directors, Researchern und visuellen Anthropologen Daten aus Millionen von Bildern, die über Getty Images lizenziert wurden sowie über eineMillarde Suchanfragen auf der Getty Images Website. Zusätzlich untersuchen sie bedeutende Ereignisse aus den Bereichen Medien, Popkultur, Werbung und Kunst. Die Ergebnisse fassen sie in einem Forecast der visuellen Trends zusammen, der sehr genau die Art von Bildern identifiziert, die wir in den kommenden Wochen und Monaten sehen werden.

Worauf sie dabei gestoßen sind, könnte Sie überraschen.

Die Forecasts des letzten Jahres waren überall zu sehen, in preisgekrönten Werbekampagnen ebenso wie in Kunstgalerien auf der ganzen Welt. So konnte man den Technologie-getriebenen Trend Extended Human in verschiedenen Ausprägungen beobachten, darunter auch bei einem der aufregendsten Fashion-Events, bei der Ausstellung und Gala des Kostüminstituts des Metropolitan Museums of Art, die in diesem Jahr unter dem Motto stattfand Manus X Machina: Mode im Zeitalter der Technologie. Der Trend Messthetics war 2016 sowohl in der Nike Liquid Kampagne als auch in den aktuellen, farbintensiven MacBook Pro Spots von Apple zu sehen. Aber auch Genderblend, ein Trend, den wir 2014 angekündigt haben, hat sich dieses Jahr weiterentwickelt, als die US-Zeitschrift CoverGirl ihren ersten Cover Boy auf der Titelseite gebracht hat.

Was wird uns also in 2017 erwarten?

Hier sechs Trends, die uns im kommenden Jahr begleiten werden:

  1. Virtuality – Der Ursprung dieses Trends liegt in den allgegenwärtigen sozialen Medien. Instagram hat gezeigt, welch unersättlichen Hunger wir nach Inhalten haben, die unser Leben unmittelbar aus der Ich-Perspektive dokumentieren. Die bahnbrechenden Erfolge von Storys, die wir über Snapchat und Instagram konsumieren, haben diese Entwicklung sogar noch vorangetrieben. Unbearbeitet, impulsiv und größtenteils ungestellt – wir kommunizieren auf einer unglaublich authentischen Ebene. Es scheint fast so, als wäre ein Filter entfernt worden und als könnten wir das Leben aus der Perspektive eines anderen leben. Der Trend Virtuality baut genau auf dieser Ästhetik auf. Wir sind jetzt Teil des Bildes und nicht mehr Betrachter. Wir sehen nicht mehr Dinge, wir erleben sie.

     

    1. Color Surge – Nachdem lange gedeckte Farbtöne und Vintage-Filter angesagt waren, stehen nun kräftige Farben wieder im Vordergrund. Ob monoton, schräg oder wunderbar komplementär – stellen Sie sich auf eine Flut an einzigartigen und dynamischen Farbkombinationen ein. Der Trend Color Surge zeigt auf, wie sich Fotografen von konventionellen Farbpaletten und allgemeingültigen Vorstellungen befreien können. Eine geschärftes Bewusstsein für visuelle Sprache bedeutet, dass wir Farben nun so einsetzen können, wie wir das noch nie zuvor getan haben. Dabei brechen wir mit den Regeln und bringen unnatürliche Kombinationen hervor.

     

    1. Unfiltered – Mit dem Trend Unfiltered bewegen wir uns in Richtung einer dokumentarischen Ästhetik. Hier werden wir auf Marken stoßen, die sich der Sprache des Fotojournalismus bedienen, um mit aussagekräftigen Storys zu punkten. Seit 2004 beobachten wir, wie sich Authentizität in verschiedenen Formen immer wieder als Trend manifestiert. Zuletzt 2015, als mit dem Trend Outsider In Nonkonformismus die Herrschaft übernahm und wir den Antihelden hochleben ließen. Der Trend Unfiltered führt diese Entwicklung als Antithese auf die glänzende, erstrebenswerte Welt der Werbung ein gutes Stück weit fort.

     

    1. Gritty Woman – Während die Diskussionen um die Geschlechterrollen immer lauter wird, hat sich ein neuer Typ Frau etabliert, der gegen konventionelle Vorstellungen rebelliert. Sie wird als Kämpferin, als Feministin, als Phänomen abgebildet, die sich weniger um Äußerlichkeiten und vielmehr um Inhalte kümmert. Dieses Frauenbild ist aus einer Vielzahl anderer Trends entstanden, die wir identifiziert und dokumentiert haben. Dazu zählt unter anderem Female Rising, ein Trend aus dem Jahr 2013, der mit einer großen Nachfrage nach Bildern von wegweisenden Frauen und Mädchen jenseits gängiger Klischees verbunden war. Gritty Woman ist auch als Erweiterung von Genderblend zu sehen, ein Trend, der die fortschreitende Auflösung geschlechtsspezifischer Bilder in den Medien und der Gesellschaft dokumentiert hat. Ein Stückweit findet man auch Messthetics darin wieder, ein Trend aus dem Jahr 2016.

     

    1. Global Neighborhood – Die ständige Zirkuliation von Waren, Informationen und auch Menschen rund um die Welt verändert unsere Gesellschaft und auch die Art, wie wir Bilder rezipieren. Die Globalisierung schreitet ständig voran, weltweit müssen wir uns den Herausforderungen der Migration stellen. Das bedeutet, dass wir eine zunehmende Diversifikation der Protagonisten und der abgebildeten Nationalitäten beobachten werden. In einer sozial immer enger verbundenen und (virtuell) grenzenlosen Welt können wir keine Vermutungen mehr anstellen, was es bedeutet, von einem bestimmten Ort zu stammen. Kulturelle Identität wird zunehmend komplexer und flexibler. Global Neighborhood ist ein Trend, der sich diesen Zustand des Wandels zu eigen macht. Dabei werden unsere kollektiven kulturellen Identitäten weniger über unsere räumliche Herkunft definiert sondern vielmehr über unsere Überzeugungen.

     

    1. New Naivety – Die glatte und offensichtlich inszenierte Ästhetik, die die sozialen Medien bis dato geformt hat, wird nun von der Generation der Millennials abgelöst, die stattdessen visuelle Plattformen wie Instagram, Snapchat & Co. nutzen, um sich mit anderen auszutauschen. Bei New Naivety geht es um spontane und spielerische Bilder, die auch mal unbequem sein können. Wir werden sehen, wie sich Marken von einem glänzenden und kontrollierten Bild verabschieden und stattdessen auf Natürlichkeit, Spaß und Entspanntheit setzen. Bilder dieses Trends sind ungeschönt, echt und bringen Menschen zum Lachen.

     Erfahren Sie mehr über die Trends des kommenden Jahres im Getty Images 2017 Visual Trends Hub und laden Sie sich eine kostenlose Ausgabe des E-Books Creative in Focus 2017 herunter.

Die Post Das Getty Images Team stellt vor: Die visuellen Trends 2017 erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Bilder als probates Mittel im Kampf gegen den Klimawandel http://stories.gettyimages.com/de/bilder-als-probates-mittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel/ Thu, 13 Oct 2016 21:31:49 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23313

Wir Menschen sind visuell geprägt – um etwas zu glauben, müssen wir es sehen. Ein hevorragendes Beispiel dafür sind Umweltthemen. Klimawandel, Wasserverschmutzung und Waldrodung stehen im öffentlichen Diskurs weit vorne, jedoch werden wir uns der damit verbundenen Konsequenzen erst dann bewusst, wenn wir das wahre Ausmaß dieser Entwicklungen mit eigenen Augen sehen. Genau an diesem […]

Die Post Bilder als probates Mittel im Kampf gegen den Klimawandel erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Wir Menschen sind visuell geprägt – um etwas zu glauben, müssen wir es sehen. Ein hevorragendes Beispiel dafür sind Umweltthemen. Klimawandel, Wasserverschmutzung und Waldrodung stehen im öffentlichen Diskurs weit vorne, jedoch werden wir uns der damit verbundenen Konsequenzen erst dann bewusst, wenn wir das wahre Ausmaß dieser Entwicklungen mit eigenen Augen sehen.

Genau an diesem Punkt setzt die Stärke von Bildern an. Bilder können die wahren Zustände unseres Planeten dokumentieren und Geschichten erzählen, die Menschen bewegen, wie wir in diesem Video unserer Kampagne zeigen.

Der französische Fotograf und Filmemacher Yann Arthus-Bertrand hat sich der Luftbildaufnahmen verschrieben, mit denen er seinen Betrachtern die ganze Welt zeigen will. Seine Arbeiten, zu denen auch sein Buch Earth From Above (Die Welt von oben) und sein Film Home zählen, fangen die außergewöhnliche Schönheit unseres Planeten ein und betonen gleichzeitig, dass er kontinuierlich zerstört wird. Weil er weiß, dass Bilder viel wirklungsvoller darin sind, Reaktionen hervorzurufen, als reine Fakten, bedient er sich atemberaubender Luftbildaufnahmen, um ein visuelles Zeugnis der weltweiten Umweltzerstörung abzugeben.

„Der Zustand der Erde heute ist beängstigend. Wir alle kennen die Zahlen, aber die Menschen lassen sich davon nicht irritieren. Uns wird ganz schwindelig davon und am Ende verstehen wir gar nichts mehr“, so Yann Arthus-Bertrand. „Ökologisch stehen wir von Jahr zu Jahr schlechter da. Wir haben keine Zeit mehr, uns zu informieren, wir müssen handeln.“

Dank immer populärerer Vehikel wie 360˚-Fotografie und Virtual Reality (VR) können Zielgruppen immer besser erreicht und zu emotionalen Reaktionen bewegt werden. Forscher am Virtual Human Interaction Lab der Stanford University bedienen sich dieser Dynamik und nutzen VR, um Themen rund um den Umweltschutz auf völlig neue Weise zu kommunizieren.

Ihr VR Filmprojekt „The Crystal Reef“ ist eine atemberaubende Reise entlang der Korallenriffe der italienischen Küste, die zeigt, welche Auswirkungen der Kohlenstoffausstoß auf die Unterwasserwelt hat. Sie rücken die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Meere in ein persönliches Licht und hoffen so, mehr Empathie für diese Ökosysteme bei den Zuschauern zu erzeugen und sie zum Handeln zu bewegen.

„Nicht jeder lebt am Meer, nicht jeder ist Taucher“, so der Regisseur Cory Karutz in The Creators Project. „Aber wir hoffen, das Umweltbewusstsein von Menschen drastisch verändern zu können, wenn man Menschen Zugang zu diesen Erfahrungen gibt.“

Entdecken Sie die Bilder zum Thema Umwelt, die wir in unserer Kampagne „Auf der Suche nach wahrer Größe“ verwendet haben, bei Getty Images

Die Post Bilder als probates Mittel im Kampf gegen den Klimawandel erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Politik, Bilder und Macht: Wie ein einziges Bild zum Auslöser für Veränderung werden kann http://stories.gettyimages.com/de/auf-der-suche-nach-politischer-groesse/ Wed, 19 Oct 2016 17:07:22 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23424

Die Politik heute ist bestimmt von einem gespaltenen Verhältnis, voller Schlammschlachten und Negativität. Da verliert man leicht den Blick für das, worauf es wirklich ankommt: Regierungsoberhäupter, die inspirieren, Ereignisse, die uns zum Nachdenken anregen und Menschen, die die Dinge anpacken. Wir bei Getty Images glauben, dass es unsere Aufgabe ist, all diese entscheidenden Momente festzuhalten, […]

Die Post Politik, Bilder und Macht: Wie ein einziges Bild zum Auslöser für Veränderung werden kann erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Die Politik heute ist bestimmt von einem gespaltenen Verhältnis, voller Schlammschlachten und Negativität. Da verliert man leicht den Blick für das, worauf es wirklich ankommt: Regierungsoberhäupter, die inspirieren, Ereignisse, die uns zum Nachdenken anregen und Menschen, die die Dinge anpacken. Wir bei Getty Images glauben, dass es unsere Aufgabe ist, all diese entscheidenden Momente festzuhalten, Menschen und Ereignisse – nicht nur, weil sie in die Geschichte eingehen werden, sondern weil wir damit einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft als Ganzes leisten.

„Es ist gleichermaßen Privileg wie Herausforderung, diese Augenblicke festzuhalten“, so Pancho Bernasconi, VP Editorial Content bei Getty Images. „Ich denke, die wichtigste Aufgabe eines Fotojournalisten ist, der Welt einen Spiegel vorzuhalten. Wir entsenden Fotografen in die ganze Welt, um zu dokumentieren, was gerade geschieht. In den letzten 10 Tagen begleiteten unsere Fotografen Hillary Clinton und Donald Trump in ihren Flugzeugen, ein Fotograf berichtete im Vorfeld der gescheiterten Friedensverhandlungen von den kolumbianischen Guerillas und ein weiterer Fotograf dokumentierte die US-amerikanische Grenze von der Pazifikküste bis zum Rio Grande.

„Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht darin, dass wir die Welt in Schnappschüssen festhalten und das große Ganze mit einem breiten Publikum teilen.“

Jedes Jahr halten bestimmte Fotografen einen Moment fest, der die Welt in Atem hält. Bilder wie der legendäre „Panzermann“ vom Platz des Himmlischen Friedens oder das Bild von Aylan Kurdi, dem 3-jährigen syrischen Flüchtlingsjungen, dessen lebloser Körper an der Türkischen Küste aufgefunden wurde, können die Aufmerksamkeit auf Themen lenken, die sonst keine Beachtung finden würden.

Ein Demonstrant stellt sich einem Panzer auf dem Weg zum Platz des Himmlischen Friedens in den Weg

 

TÜRKEI-GRIECHENLAND-EUROPA-MIGRANTEN

 

Diese Bilder zögen zwar die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich, sie könnten aber keinen gesellschaftlichen Wandel bewirken, so Bernasconi. Vielmehr seien sie so etwas wie ein Auslöser für ein Umdenken in der Gesellschaft.

„Die Aufgabe eines Bildes oder eines Fotografen besteht nicht darin, die Welt zu verändern, sondern vielmehr zu dokumentieren, was gerade geschieht. Es liegt dann an der Gesellschaft, auf dieses Bild zu reagieren und entsprechend zu handeln“, so Bernasconi. „Die Stärke des Fotografen liegt darin, vorort zu sein und sein ganzes Wissen, seine Erfahrung und Gefühle in das Bild zu legen und so einen sinnstiftenden Zusammenhang herzustellen. Die Kraft, Dinge zu verändern, entsteht nach der Veröffentlichung des Bildes, wenn sich daraus ein gesellschaftlicher Diskurs ergibt. Der Fotograf selbst legt nicht fest, ob ein Bild wahre Größe hat. Es ist die Reaktion der Gesellschaft, die ein Bild zu etwas Besonderem macht und es in die öffentliche Auseinandersetzung einbezieht.“

Seine eigentliche Wucht entfaltet das Bild erst dann, wenn es in die Welt hinausgeschickt wird.

„Ich glaube, unsere Vorurteile entstehen dadurch, wie wir etwas betrachten und es in uns aufnehmen. Dabei ist Fotografie eigentlich ja nur ein Fünfundzwanzigstel einer Sekunde dieser Wahrheit – sie hält diesen Moment nur als Schnappschuss fest“, so Bernasconi. „Eine der Stärken von Bildern ist dieser eine Moment, der von einem Fotografen festgehalten wird und für einen anderen Menschen viel bedeutet. Dann geht das Bild seinen Weg in die Welt und jeder fügt seine eigene Perspektive hinzu. Ein gutes Bild hat viele Leben. Es gibt eine ursprüngliche Bestimmung und dann kommen noch weitere hinzu, die ihm die Menschen zuschreiben.

Das Besondere an politschen Bildern ist, dass diese Fotografien nicht nur einen Einfluss auf die gegenwärtige Diskussion nehmen, sondern sich auch auf die Zukunft auswirken.

„Die Bilder, die politisch relevante Situationen festhalten, leben noch lange, nachdem wir schon nicht mehr sind. Das ist auch der Grund, weshalb wir ein so umfangreiches Archiv angelegt haben. Wir können all diese Bilder ansehen, die vor 100 Jahren aufgenommen wurden, und sehen, welche Wirkung sie noch heute haben“, sagt er. „Diese Bilder helfen uns dabei, zukünftige Generationen darüber zu informieren, was in diesem Land und auf diesem Planeten zu genau diesem Zeitpunkt los war. Das, was wir heute erarbeiten, wird zum Archiv von morgen.“

 

Entdecken Sie die Inhalte aus unserem Video Auf der Suche nach Zukunft und werfen Sie einen Blick auf eine Auswahl der aktuellsten Bilder des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 bei Getty Images

Die Post Politik, Bilder und Macht: Wie ein einziges Bild zum Auslöser für Veränderung werden kann erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Sean Gallup: „Bilder können zwischen Menschen vermitteln“ http://stories.gettyimages.com/de/sean-gallup-bilder-konnen-zwischen-menschen-vermitteln/ Thu, 20 Oct 2016 14:19:41 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23487

„Die Fotos, die wir tagtäglich in den Nachrichten sehen, prägen unser Bild der Welt. Ich bin davon überzeugt, dass Bilder dazu beitragen können, Ängste und Vorurteile abzubauen.“ Der US-amerikanische Fotojournalist Sean Gallup glaubt fest daran, dass Bilder zwischen Menschen vermitteln können. Seit Anfang 2015 dokumentiert er die Flüchtlingskrise in Europa und begleitete flüchtende Menschen bei […]

Die Post Sean Gallup: „Bilder können zwischen Menschen vermitteln“ erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

„Die Fotos, die wir tagtäglich in den Nachrichten sehen, prägen unser Bild der Welt. Ich bin davon überzeugt, dass Bilder dazu beitragen können, Ängste und Vorurteile abzubauen.“

Der US-amerikanische Fotojournalist Sean Gallup glaubt fest daran, dass Bilder zwischen Menschen vermitteln können. Seit Anfang 2015 dokumentiert er die Flüchtlingskrise in Europa und begleitete flüchtende Menschen bei ihrem Weg über die grüne Grenze von Österreich nach Deutschland. Auch nach dem Abklingen der großen Headlines verfolgt Gallup weiter, wie Integration in Deutschland gelingen kann.

Vor etwa einem Jahr erreichte die Flüchtlingskrise ihren Höhepunkt – wie sah deine Arbeit als Fotojournalist damals aus?
Zwischen August und Oktober 2015 kamen jeden Tag 10.000 Menschen in Deutschland an. Knotenpunkte waren damals die Bahnhöfe, Erstaufnahmezentren und Wohnheime. In den Bildern, die ich damals gemacht habe, ging es um die Masse der nach Europa drängenden Flüchtlinge. Dahinter stand die Frage: Wie kommt Deutschland mit diesen vielen Menschen klar?

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung zur Situation der Flüchtlinge heute zu der vom Sommer 2015?
Die Situation ist heute viel entspannter. Die Zahl der Neuankömmlinge hat sich drastisch reduziert. Der Rückstau der Asylanträge wurde gelöst. Das Thema wird jetzt viel ruhiger angegangen. Die Flüchtlingskrise sorgt nicht mehr für die großen Headlines. Für mich als Fotojournalist ist es heute schwieriger, aussagekräftige Bilder zu machen. Ab und zu gibt es einen offiziellen Fototermin, bei dem ein Politiker eine Bildungseinrichtung besucht. Aber für eine tiefgehende Berichterstattung reicht das nicht aus.

Welchen Schwierigkeiten begegnest du heute bei der Berichterstattung über die Situation von geflüchteten Menschen in Deutschland?
Die Geschichten sind kleiner geworden, persönlicher. Ich kann nicht mehr einfach zu Bahnhof laufen und abwarten, was an diesem Tag passiert. Die Fragen, um die es heute geht, sind individueller: Wie sind diese Leute in Deutschland angekommen? Wie sieht ihr Alltag aus? Ich muss viel selbst recherchieren, um in Kontakt mit Schulklassen oder Ausbildungsbetrieben zu kommen, die Flüchtlinge aufgenommen haben.

Was ist deine Lieblingsgeschichte zum Thema Integration?
Es gibt einige sehr charmante Beispiele die zeigen, wie Deutschland von den Asylsuchenden profitieren kann. Viele Flüchtlinge aus Pakistan und Afghanistan spielen Cricket, darunter sind sogar einige Profi-Sportler. Dadurch erlebt die deutsche Cricket-Szene gerade einen enormen Aufschwung. Mein Kollege Karsten Koall hat vor Kurzen bei einem Cricket-Tournier in Bischofswerda Teams aus Bautzen und Dresden fotografiert, die Flüchtlinge aufgenommen haben und jetzt richtig durchstarten. Das sind so kleine Erfolgsgeschichten, über die ich mich freue.

Warum liegt dir das Thema Flüchtlinge so am Herzen?
Ich bin ja selbst als Ausländer nach Deutschland gezogen und weiß daher, wie schwierig es sein kann, sich in einer anderen Kultur zurechtzufinden. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Bilder dazu beitragen können, Ängste und Vorurteile abzubauen. In meinen Fotos stelle ich immer den menschlichen Aspekt in den Mittelpunkt. Es ist wichtig zu zeigen, dass es nicht um Zahlen oder Statistiken geht, sondern um Menschen und Familien.

Was können solche Bilder bewirken?
Bilder haben die Macht, Menschen näher zusammen zu bringen. Sie können das kommunizieren, was uns alle vereint: unsere Menschlichkeit. Zum Schutz der Privatsphäre werden die Gesichter von Flüchtlingen in der Presse häufig verpixelt dargestellt. Dadurch wird der menschliche Aspekt leider verwässert. Es muss herausgestrichen werden, dass es in erster Linie um Menschen geht, die gar nicht so anders sind als du und ich. Das eröffnet einen ganz anderen Blick auf Flüchtlinge der es ermöglicht, in einen Dialog mit ihnen zu treten.

Die Post Sean Gallup: „Bilder können zwischen Menschen vermitteln“ erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Sie suchen einzigartige Bilder? Seien Sie mutig, gehen Sie nah ran & wechseln Sie die Perspektive http://stories.gettyimages.com/de/sie-suchen-einzigartige-bilder-seien-sie-mutig-gehen-sie-nah-ran-wechseln-sie-die-perspektive/ Tue, 18 Oct 2016 19:05:08 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23323

Die Post Sie suchen einzigartige Bilder? Seien Sie mutig, gehen Sie nah ran & wechseln Sie die Perspektive erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Wer heute Inhalte gestaltet, steht mehr denn je vor der Herausforderung, die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppen zu erreichen und sie zu halten. Wir leben in einer Zeit, in der Zielgruppen schon nahezu alles gesehen haben – qualitativ hochwertige, sorgfältig kuratierte Bilder haben dennoch das Potenzial, aus der Masse hervorzustechen. Mit diesen vier Tipps können Sie bei Ihrer nächsten Suche außergewöhnliche und einzigartige Bilder finden.

 

 

1. Gewagte Formen & Leuchtende Farben

Einige Farben werden gemeinhin mit bestimmten Gefühlen oder Emotionen verbunden: Rot mit Liebe oder Kraft, Blau mit Ruhe und Verlässlichkeit, Grün mit Fülle, gesundem Lebensstil und manchmal auch Eifersucht. Unabhängig vom Farbton fällt jedoch ein überraschender und dynamischer Bruch immer auf. Studien haben gezeigt, dass warme Farbtöne für Fröhlichkeit und freudige Aufregung stehen, während kältere Farben ein Gefühl von Frieden und Verlässlichkeit transportieren. Legen Sie Ihren Farbton fest und suchen Sie nach dem passenden Bild.

Suchtipp: Suchen Sie nach Begriffen wie „hell“, „farbenfroh“ und „dynamisch“ und verbinden Sie diese mit der Stimmung, die Sie vermitteln möchten. Also zum Beispiel „fröhlich“, „friedlich“ oder „Kraft“.

 

 

2. Illustrationen, die auffallen

Bei all der Vielfalt an qualitativ hochwertiger Fotografie vergessen wir manchmal allzu schnell, dass Illustrationen ein ebenso wirkungsvoller Begleiter unserer Inhalte sein können. Es geht darum, aufzufallen. Mit einem kreativen, relevanten grafischen Motiv sorgen Sie für mehr Aufmerksamkeit. Egal, ob hyperrealistische Zeichnung, abstrakte Wasserfarben, ein angesagtes Flat Design Motiv oder eine schlichte Linienillustration – das richtige Bild kann Ihren Inhalten das gewisse Etwas verleihen.

Suchtipp: Legen Sie fest, nach welchem Medium Sie suchen. Suchen Sie nach Begriffen wie „Wasserfarben“, „Vektor“, „Vintage Poster“ oder „Grafik“ in Verbindung mit Worten, die sich auf den Inhalt beziehen, wie beispielsweise „Kaffee“, „Fahrradfahren“ oder „Pflanzen“.

 

 

3. Unkonventionelle Kompositionen

Einige wenige Grundregeln legen fest, was eine erfolgreiche fotografische Komposition ausmacht: die Drittel-Regel, ein nicht-mittig platzierter Horizont und Linien, die das Auge führen. Sie sind wichtig, aber um wirklich aus der Masse hervorzustechen braucht es Bilder, die den gängigen Frontal-Schnappschuss schon längst hinter sich gelassen haben. Untypische Anschnitte und überraschende Blickwinkel verleihen gewohnten Motiven ein neues Aussehen.

Suchtipp: Beschreiben Sie Ihre gewünschte Perspektive mit Begriffen wie „oberhalb“, „untersichtig“ oder „Großaufnahme“ und verbinden Sie diese mit einem oder zwei Worten für Aktivität oder Charaktereigenschaften, um Ihre Suchergebnisse einzugrenzen.

 

 

4. Makro-Details

Wie kaum ein anderes Motiv kann eine hochauflösende Ultrazoom-Aufnahme den Betrachter förmlich in das Bild hineinziehen. Wenn Sie ein alltägliches Objekt vergrößern, verwandelt es sich in etwas Besonderes. Die feinen Details sprechen all unsere Sinne an und werden vor allem von unseren Augen geliebt. So nah dran können wir die Orange fast schmecken oder die Wassertropfen auf einer Blume spüren. Die Spirale einer Muschel wird so zu einem hypnotisierenden Motiv. Setzen Sie bei Ihrer nächsten Bildsuche auf die Wirkung von Makroaufnahmen und sehen Sie, wie Sie damit Ihre Inhalte visuell aufladen.

Suchtipp: „Makro“, „Großaufnahme“, „extreme Großaufnahme“ und „Zoom“ werden alle vergrößerte Ergebnisse erzielen. Verbinden Sie Ihre Suche mit einem bestimmten Thema oder einer Person und finden Sie so zielsicher, wonach Sie suchen.

 

 

Entdecken Sie noch mehr auffällige, aufmerksamkeitsstarke Bilder bei Getty Images und iStock by Getty Images

Die Post Sie suchen einzigartige Bilder? Seien Sie mutig, gehen Sie nah ran & wechseln Sie die Perspektive erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Faschismus in Europa, Menschenhandel und ein sterbender Fluss http://stories.gettyimages.com/de/faschismus-in-europa-menschenhandel-und-ein-sterbender-fluss/ Mon, 12 Sep 2016 21:11:12 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=22448

Paolo Marchetti verbrachte drei Monate bei italienischen Skinheads, um ihr Vertrauen zu gewinnen und ein erstes Foto von ihnen zu machen. Souvid Datta hat drei Jahre lang recherchiert, um nach achtstündigem Hin und Her ein Haus fotografieren zu können, in dem gekidnappte Mädchen festgehalten wurden. Ihre Bestimmung: Die Bordelle von Kalkutta. Giulio Di Sturco verbrachte […]

Die Post Faschismus in Europa, Menschenhandel und ein sterbender Fluss erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Paolo Marchetti verbrachte drei Monate bei italienischen Skinheads, um ihr Vertrauen zu gewinnen und ein erstes Foto von ihnen zu machen.

Souvid Datta hat drei Jahre lang recherchiert, um nach achtstündigem Hin und Her ein Haus fotografieren zu können, in dem gekidnappte Mädchen festgehalten wurden. Ihre Bestimmung: Die Bordelle von Kalkutta.

Giulio Di Sturco verbrachte acht Jahre damit, den Lauf des Ganges in Indien und Bangladesch zu erkunden und Zugang zu den Fabriken und Chemiewerken zu erhalten, um die schwerwiegenden Verschmutzungen des Flusses fotografisch dokumentieren zu können.

Drei Fotojournalisten, drei wichtige Storys, die politische, soziale und ökologische Themen in den Mittelpunkt stellen, die – obwohl sie meilenweit von uns entfernt sind – dennoch von zentraler Bedeutung für den Fortbestand der Menschen auf diesem Planeten sind.

Trotz der brisanten Themen ist es für Fotografen angesichts einer sich verändernden Medien- und Technologielandschaft noch nie so schwierig gewesen, Geldgeber für diese Art von Arbeit zu finden.

Marchetti, Datta and Di Sturco hatten großes Glück, in 2012, 2015 bzw. 2014 ein Stipendium aus dem Programm Getty Images Editorial Grants zu erhalten, mit dem sie die finanziellen Mittel für ihre bedeutenden Projekte aufbringen konnten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Marchettis Einblick in die faschistische Szene in fünf europäischen Ländern „Fever“ (Fieber) erhielt internationale Beachtung, Dattas Projekt steht kurz vor der Veröffentlichung und Di Sturcos Buch über „Ganges: Death of a River“ (Ganges: Tod eines Flusses) wird Ende des Jahres herausgebracht. Ihre Arbeiten können also ein großes Publikum erreichen, andere mit ihrem Werk inspirieren und damit die Welt vielleicht ein klein wenig besser machen.

„Die Realität ist vielschichtig“, sagte Marchetti vor kurzem auf dem weltweit bedeutendsten Festival für Fotojournalismus Visa Pour L’Image (gesponsert von Getty Images). „Wir müssen dazu bereit sein, mitten in einer Schicht zu verreisen. Nur so können wir wirklich verstehen, was um uns herum geschieht, und den Jüngsten und Verwundbarsten unter uns ein Erbe hinterlassen.“

Er hat recht.

 

Ein Blick hinter die Kulissen von Europas Faschisten

Hunderte Besucher beim Konzert einer Nazi-Rockband in Rom, Mai 2013. Foto von Paolo Marchetti, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2012
Hunderte Besucher beim Konzert einer Nazi-Rockband in Rom, Mai 2013. Foto von Paolo Marchetti, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2012

Mit „Fever“ erkundet Marchetti das Konzept der Wut. Er zeigt, wie sich dieses Gefühl in der Politik über verschiedene sozio-ökonomische Gruppierungen hinweg manifestiert. Das Projekt startete zunächst in seinem Heimatland Italien. Später weitete er die Story auf Deutschland, Ungarn, Finnland und Spanien aus.

„Ich hatte schon immer großes Interesse am Faschismus, obwohl meine kulturelle Herkunft dem absolut entgegengesetzt ist“, sagte Marchetti, der sich noch daran erinnert, wie er schon als Kind in der Schule oder auf der Straße mit faschistischen Philosophien und diskriminierender Sprache konfrontiert wurde.

„Gleichzeitig wollte ich verstehen, warum das so war. … Was löst die Wut aus?“

Atte, 33, ein Skinhead aus Helsinki, Finnland, fährt in einem Bus, 20. Juli 2013. Foto von Paolo Marchetti, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2012
Atte, 33, ein Skinhead aus Helsinki, Finnland, fährt in einem Bus, 20. Juli 2013. Foto von Paolo Marchetti, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2012
Am Friedhof „Prima Porta“ in Rom, 19. Mai 2013. Die „SPQR Skins“ treffen sich und gedenken einem ihrer Anhänger, der vor einigen Jahren verstarb. Foto von Paolo Marchetti, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2012
Am Friedhof „Prima Porta“ in Rom, 19. Mai 2013. Die „SPQR Skins“ treffen sich und gedenken einem ihrer Anhänger, der vor einigen Jahren verstarb. Foto von Paolo Marchetti, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2012

Er ist völlig unvoreingenommen an diese Arbeit herangegangen, womit ihm ein ungefilterterter Blick auf den Rassismus und den Faschismus in Europa gelungen ist. Die Arbeit ist als visuelle Warnung zu verstehen, die zeigt, wie leicht sich Wut unter dem Deckmantel der Politik ausbreitet.

„Das Stipendium von Getty Images war meine Taufe auf internationalem Niveau“, so Marchetti. „Von diesem Augenblick an hat sich mein Leben komplett verändert. Das gab mir die Chance, im Ausland zu arbeiten.“

 

Die kranken und geheimen Wege des Kinderhandels in Indien

Zu Beginn des Abends betritt Beauty, 16, mit einem gewöhnlichen Kunden, einem sogenannten „Babu“, ihr Bordell. Foto von Souvid Datta, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2015
Zu Beginn des Abends betritt Beauty, 16, mit einem gewöhnlichen Kunden, einem sogenannten „Babu“, ihr Bordell. Foto von Souvid Datta, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2015

Dattas Arbeit in Indien ist auch unbeirrbar.

Während der Arbeiten an seinem ersten Projekt „Sonagachi“, mit dem er den Frauen und Kindern des Rotlichtviertels von Kalkutta ein Gesicht geben wollte, wurde Datta mit einer erschütternden Zahl konfrontiert: Er fand heraus, dass im Jahr zuvor 14.000 Kinder aus dem indischen Bundesstaat West-Bengalen vermisst gemeldet wurden, die meisten davon waren von Kinderhändlern entführt und/oder zur Kinderehe gezwungen worden.

Mit diesem Wissen hat er es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Blick auf die sozialen und wirtschaftlichen Probleme jenseits der Bordelle zu richten, die zu deren übermäßigen Wachstum in Indien führen.

Er war bei der Polizei, bei NGOs und bei Familien auf dem Land, die ihre Kinder wohl niemals wiedersehen werden – und er konnte eine verdeckte Wohnung fotografieren, ein sogenanntes „Grooming Center“, in der die Kinder einige Wochen verbringen, bevor sie ihr Leben in einem Bordell fristen müssen.

„Als ich dorthin ging, wusste ich nicht, was mich erwarten würde“, sagte er. „…es hat mich psychisch unglaublich belastet.“

Pinki, 17, schneidet Grimassen in den Armen eines älteren Kunden. Foto von Souvid Datta, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2015
Pinki, 17, verzieht das Gesicht während ein älterer Kunde sie umarmt. Foto von Souvid Datta, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2015
Nach einer langen Nacht beginnt der Tag im Bordell spät. Als Beauty aufwacht, kommt die Tochter einer ansässigen Prostituierten vorbei, um ihr liebevoll die Haare zu flechten. Die Kinder gehen meist nicht zur Schule und sind schon früh den Gesetzen der Straße, der Ausbeutung und männlicher Gewalt ausgeliefert. Foto von Souvid Datta, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2015
Nach einer langen Nacht beginnt der Tag im Bordell spät. Als Beauty, 16, aufwacht, kommt die Tochter einer ansässigen Prostituierten vorbei, um ihr die Haare zu flechten. Die Kinder gehen meist nicht zur Schule und sind schon früh den Gesetzen der Straße, der Ausbeutung und männlicher Gewalt ausgeliefert. Foto von Souvid Datta, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2015

Datta schloss sich anschließend einer Einheit für Menschenhandel der Polizeibehörden an. Sie setzten sich mit Herzblut für die Sache ein, obwohl sie chronisch unterbesetzt waren. Dreiunddreißig Beamte waren auf der Suche nach Tausenden von vermissten Kindern.

„Du bekommst eine Story, wenn du länger dort bleiben musst“, sagte Datta in einem Interview bei Visa Pour L’Image. „Das Preisgeld half mit dabei, Zeit mit den richtigen Leuten zu verbringen, die richtigen Beziehungen aufzubauen und letztlich den richtigen Zugang zu finden.“

 

Der schwarze Ganges

Kreuzfahrtschiffe liegen in Dhaka, Bangladesh, im verschmutzten Wasser des Ganges. Foto von Giulio Di Sturco, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2014
Kreuzfahrtschiffe liegen in Dhaka, Bangladesh, im verschmutzten Wasser des Ganges. Foto von Giulio Di Sturco, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2014

Di Sturco begann, den Ganges zu fotografieren, kurz nachdem er 2009 nach Indien zog. Er sah in dem Fluss ein eindrucksvolles visuelles Symbol für die Veränderungen in Indien – ökonomisch, politisch und sozial. Am Ende aber stellte er fest, dass der Fluss extrem verschmutzt war. Fabriken kippten ihre Chemieabfälle nur wenige Kilometer von den Orten entfernt in den Fluss, wo sich Menschen aus religiösen Gründen einem rituellen Bad unterzogen.

Nachdem Di Sturco sein Preisgeld erhalten hatte, konnte er dem Fluss bis an seine Mündung folgen und auch eine Story über den Ganges im benachbarten Bangladesch realisieren.

Eine Woche vor Weihnachten rief mich mein Arbeiter an und erzählte mir von der Ölkatastrophe in den Sundarbans in Bangladesch. Der Unfall geschah in einem Schutzgebiet für Delphine, also in einem geschützten Teil des Flusses. Mir war klar, dass sich für das Projekt damit der Kreis geschlossen hatte und fuhr sofort nach Bangladesch.  Als ich ankam, war bereits ein Großteil des Öls aus dem Wasser gefiltert worden aber die Pflanzen am Ufer des Flusses wiesen noch viele Rückstände auf. Fischer machten sich in kleinen Gruppen auf, das Öl vom Ufer zu entfernen. Ich blieb eine Woche und besuchte die Dörfer am Rande des Flusses. Es war keine große Ölkatastrophe aber die Ausmaße waren dennoch erschütternd. Man sagte mir, dass das Öl in den Boden eingedrungen war und einen dramatischen Einfluss auf die Vegetation haben würde. Mit der Katastrophe in den Sundarbans hatte der Mensch mit der Zerstörung des Ganges eine klare Grenze überschritten. Die Mangrovenwälder der Sundarbans waren eine unberührte Gegend, die auch wegen der Angst vor den Bengalischen Tigern weitestgehend gemieden wurde. Auch wenn es unmöglich war, sich tiefer in das Gebiet vorzuwagen und es zu bebauen, so hatte ein schrecklicher Fehler die gesamte Gegend nachhaltig geschädigt. Foto von Giulio Di Sturco, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2014
Die Auswirkungen einer Ölkatastrophe im Ganges in den Sundarbans, einem Mangrovenwald in Bangladesch. Foto von Giulio Di Sturco, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2014

 

Nach einer Ölkatastrophe in den Sundarban Mangrovenwäldern in Bangladesh machten sich Fischer in kleinen Gruppen auf, das Öl aus dem Ganges zu filtern. Obwohl das Leck im Vergleich zu größeren Ölkatastrophen klein war, waren die Auswirkungen für den Fluss und die umliegende Vegetation dennoch erschütternd. Foto von Giulio Di Sturco, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2014
Nach einer Ölkatastrophe in den Sundarban Mangrovenwäldern in Bangladesh machten sich Fischer in kleinen Gruppen auf, das Öl aus dem Ganges zu filtern. Obwohl das Leck im Vergleich zu größeren Ölkatastrophen klein war, waren die Auswirkungen für den Fluss und die umliegende Vegetation dennoch erschütternd. Foto von Giulio Di Sturco, Preisträger des Getty Images Editorial Grant 2014

„All das, was mit dem Fluss in Indien geschah, passierte auch in Bangladesch, aber nur noch 10 Mal so schlimm“, sagte er kürzlich in einem Interview für Visa Pour L’Image. In Dhaka entdeckte er beispielsweise, dass der Fluss auf einer Länge von sieben Kilometern komplett tot war.

„Es gibt keine Fische, keine Pflanzen, nichts“, sagte er. „Das Wasser ist praktisch schwarz.“

Das Stipendium ermöglichte es Di Sturco, drei Mal nach Bangladesch zu reisen und sein bedeutendes Projekt fertigzustellen. Aufgrund des Klimawandels wird davon ausgegangen, dass sich der Ganges bis 2025 in einen Trockenfluss verwandelt hat.

„Der Teil in Bangladesch ist genauso wichtig wie der indische“, sagte er.

 

Noch mehr erwähnenswerte Storys

Fünf neue Preisträger des Getty Images Editorial Grant wurden in diesem Jahr bei Visa Pour L’Image erwähnt. Jeder von ihnen zeigte einen kleinen Eindruck seiner Arbeiten:

  • Sergey Ponomarev konzentrierte sich auf Migranten und Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten und aus Afrika;
  • Katie Orlinsky untersuchte die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ureinwohner Alaskas;
  • Mary Frances Calvert gewährte einen Einblick in die Realität von US-SoldatInnen, die als Opfer eines sexuellen Übergriffs innerhalb der Truppen vom Dienst suspendiert werden;
  • Jonathan Torgovnik warf einen genauen Blick auf die Notlage afrikanischer Flüchtlinge, die sich in Südafrika ein besseres Leben erhoffen und rauen Bedingungen ausgesetzt werden;
  • Kirsten Luce dokumentierte schließlich den beliebtesten Korridor für Menschen- und Drogenhandel an der Grenze zwischen den USA und Mexiko.

Eine oberflächliche Herangehensweise könnte bei all diesen Geschichten niemals die Vielschichtigkeit der jeweiligen Situation aussagekräftig abbilden.

Es macht etwas aus, eine Zeit lang vor Ort zu sein.

 

Weitere aussagekräftige fotojournalistische Arbeiten von Getty Images finden Sie in unserem Reportage Blog

 

Die Post Faschismus in Europa, Menschenhandel und ein sterbender Fluss erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Immersion und Interaktion: Wie Virtual Reality Marketing verändert http://stories.gettyimages.com/de/immersion-und-interaktion-wie-virtual-reality-content-marketing-verandert/ Fri, 07 Oct 2016 16:21:40 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=23134

Zunehmend mehr Marketing-Experten entdecken die virtuelle Realität, um neue Kunden-Erlebnisse zu schaffen. Weil sie Nutzer inspiriert, berührt und nah an Produkten oder Erfahrungen teilhaben lässt: „Bei VR geht es ums Erleben“, sagt Paul Foster, Senior Director Creative Content bei Getty Images. North Face hat es bereits getan, auch Marriott – und Red Bull: Alle Marken […]

Die Post Immersion und Interaktion: Wie Virtual Reality Marketing verändert erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Zunehmend mehr Marketing-Experten entdecken die virtuelle Realität, um neue Kunden-Erlebnisse zu schaffen. Weil sie Nutzer inspiriert, berührt und nah an Produkten oder Erfahrungen teilhaben lässt: „Bei VR geht es ums Erleben“, sagt Paul Foster, Senior Director Creative Content bei Getty Images.

North Face hat es bereits getan, auch Marriott – und Red Bull: Alle Marken haben ihre Marketing-Aktivitäten in den letzten Monaten um virtuelle Realitäten erweitert. Der Outdoormode-Hersteller ließ seine Kunden einen Base-Jump erleben. Die Hotelkette teleportierte potenzielle Gäste einmal um die Welt. Und der Energydrink-Produzent nahm Zuschauer mit auf einen Flug in einem Wingsuit, ein Flügelanzug für Fallschirmspringer.

VR-Markt heute und 2025: Prognostiziertes Wachstum von 0,9 auf 70 Milliarden Euro

Virtual Reality (VR) entwickelt sich aktuell mehr als nur zu einem Trend. Jüngst erschienen die ersten VR-Brillen für Sonys Playtstation, Google hat jüngst seine VR-Headset samt eigenem Play-Store „Daydream“ angekündigt. Getty Images hat bereits im Sommer 2016 die Getty Images Virtual Reality Group gegründet. Der weltweite VR-Markt wird dieses Jahr rund 900 Millionen Euro wert sein – und soll laut Analysten bis 2025 auf 70 Milliarden anwachsen. Bis 2018 sollen rund 25 Millionen Geräte verkauft werden. Auch das Marketing könnte davon profitieren: Marktforscher berichten, dass VR-Nutzer besonders offen für Marketing seien. VR-Werbung löse zudem 30 Mal so viele Nutzeraktionen aus als herkömmliche Online-Banner. Einiges deutet darauf hin: Virtual Reality könnte Marketing verändern.

VR für Hersteller: „Es hilft, Kunden zu inspirieren“

Alexander El-Meligi ist einer, der das bereits ausprobiert. Er ist Geschäftsführer der Digitalagentur Dermodern in Hamburg. Seine Kollegen und er haben jüngst einen interaktiven Showroom für Ikea-Kunden geschaffen: Besucher tauchen in einen fotorealistischen, virtuellen Raum ein, in dem sie Möbel, Stoffe und deren Couleur, Wandfarben oder Tageszeit variieren können. „VR hilft, Kunden zu inspirieren“, sagt El-Meligi. „Denn aktuell visualisiert es Gedankenspiele vor dem Produktkauf wie keine andere Technologie.“ Zum Beispiel, wie man seine Wohnung am liebsten ausstatten will.

VR für Raumaustatter: Beispiel aus dem spanischen Königshaus. Klick, um zur 360°-Version zu genießen.
VR für Wohnliebhaber: Beispiel aus dem spanischen Königshaus. Hier klicken, um das Bild im 360°-Modus zu sehen.

VR als Medium: „Nirgendwo haben Nutzer eine höhere Präsenz“

„Gute VR-Anwendungen werden am Grad der sogenannten Präsenz gemessen“, erklärt Alissia Iljaitsch, Digitale Innovations-Strategin bei IQ Gemini. Unter „Präsenz“ verstehen Experten in diesem Kontext das Gefühl der ununterbrochenen Wahrnehmung in einem Medium. Forschungen zeigen: Erstnutzer einer VR-Brille berichten zum Beispiel euphorisch, sie seien mit Delfinen geschwommen. „Diese Reaktion zeigt niemand nach dem Betrachten von Bildern oder Videos“, sagt Iljaitsch.

VR und Emotionen: „Es geht nicht mehr ums Sehen – sondern ums Erleben.“

Wie bei dem Beispiel, das Paul Foster, Senior Director Creative Content bei Getty Images, dem Publikum der jüngsten dmexco, der Messe für digitale Innovationen, zeigt: Die Geschichte eines ehemaligen Surfers, mittlerweile alt, krank und im Rollstuhl. Ein junger Kollege nimmt ihn noch einmal mit auf die Welle – über VR-Aufnahmen. Foster präsentiert diese Story, um die Kraft dieses Mediums zu illustrieren: „Kameras waren immer ein Tool, um Menschen an einen anderen Ort zu bringen“, sagt er. „Aber bei VR geht es nicht mehr nur ums Sehen. Sondern ums Erleben.“

 

VR für Sportfans: Beispiel Hindernislauf der Damen, Olympia 2016. Klick, um 360°-Bild zu erleben.
VR für Sportfans: Beispiel Hindernislauf der Damen, Olympia 2016. Hier klicken, um das Bild im 360°-Modus zu sehen.

VR in der Forschung: „Starke Aktivierung des dominantesten Sinns“

„VR aktiviert unser dominantestes Wahrnehmungsorgan, den Seh-Sinn, und erreicht uns auf einer tieferen Ebene als jedes Medium zuvor“, erklärt Iljaitch. „Emotionen und unterbewusste Gefühle des Nutzers werden stärker und authentischer getriggert.“ Ihre Schlussfolgerung: Eine virtuelle Realität im Marketing-Kontext braucht einen Fokus auf die Gefühle des Nutzers. „Er muss sich eingebunden und abgeholt fühlen–  und die Freiheit haben, das Umfeld zu erforschen.“

VR für Reisende: Beispiel aus Noumé, Neukaledonien. Klick, um zur 360°-Version zu gelangen.
VR für Reisende: Beispiel aus Noumé, Neukaledonien. Hier klicken, um das Bild im 360°-Modus zu sehen.

VR der Zukunft: „Da müssen wir noch viel lernen“

Und so träumen Marketing-Fachleute von einer Zukunft, in der jeder Online-Shop einen begehbaren Kleiderschrank besitzt. In der der beste Platz im Stadion zusätzlich tausendfach virtuell verkauft wird – mit der Option zum Rundgang in Spielpausen. Oder in der uns ein Extremsportler unmittelbar mitnimmt auf seinen Aufstieg zum Gipfel. Immersiver, eintauchender, wird sie werden – die Markenerfahrung der (nahen) Zukunft.

Und diese Zukunft der Immersion hat bereits begonnen. Paul Foster bringt für diese Prognose ein starkes Indiz mit: In den letzten Monaten steigt bei Getty Images die Nachfrage nach Bildern mit Egoperspektive. „Die Menschen wollen näher dabei sein“, sagt er. Allerdings gibt es auf dem Weg zur Massen-VR im Marketing noch einiges zu klären. Zum Beispiel: „Interagieren Nutzer lieber mit einem VR-Controller in der Hand oder durch längeres Betrachten eines Objekts?“, fragt Alexander El-Meligi und antwortet: „Da müssen wir noch viel lernen“ – Nutzer und Macher gleichermaßen. „VR lädt ein zum Träumen, macht das Eintauchen in fremde Welten zur Realität“, resümiert Alissia Iljaitsch – und fügt hinzu: „VR weckt den Entdeckergeist unserer Zeit.“

360-Grad-Bilder, 360-Grad-Videos, Gigapixel-Aufnahmen: Getty Images ist Vorreiter im Trend der virtuellen Realität. Erfahren Sie, was die Virtual-Reality-Group von Getty Images anbietet.

Die Post Immersion und Interaktion: Wie Virtual Reality Marketing verändert erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Das wahre Leben in Afghanistan http://stories.gettyimages.com/de/das-wahre-leben-in-afghanistan/ Thu, 25 Aug 2016 19:59:08 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=22340

Die preisgekrönte Fotojournalistin Paula Bronstein wurde nach den Anschlägen des 11. September 2001 zum ersten Mal nach Afghanistan entsendet. Sie hat das Land seither unzählige Male bereist und dabei eine beachtliches Portfolio zu Land und Leuten erstellt. In ihrem neuen Buch „Afghanistan: Between Hope and Fear“ (Afghanistan: Land zwischen Hoffnung und Angst) untersucht Paula Bronstein […]

Die Post Das wahre Leben in Afghanistan erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Die preisgekrönte Fotojournalistin Paula Bronstein wurde nach den Anschlägen des 11. September 2001 zum ersten Mal nach Afghanistan entsendet. Sie hat das Land seither unzählige Male bereist und dabei eine beachtliches Portfolio zu Land und Leuten erstellt. In ihrem neuen Buch „Afghanistan: Between Hope and Fear“ (Afghanistan: Land zwischen Hoffnung und Angst) untersucht Paula Bronstein so zentrale Themen wie die Bildung von Mädchen, Heroinsucht und Gewalt gegen Frauen. Dabei gelingt ihr ein umfassendes Portrait des Alltags jenseits der Frontlinien Afghanistans.

„Wenn man oft von ein und demselben Ort berichtet, kennt man sich irgendwann ziemlich gut aus“, sagt sie. „Ich bin ständig auf der Suche nach potenziellen Storys und versuche, etwas Anderes zu zeigen, das die Menschen fesselt und interessiert.

Wenn ich mein Thema selbst wählen kann, versuche ich immer Geschichten und Perspetiven zu finden, mit denen ich etwas bewegen kann.“

Auch wenn sich die Lage für Frauen seit dem Sturz der Taliban verbessert hat, gibt es noch immer große Probleme, die Afghanistan einer Umfrage der Thomson Reuter Stiftung aus dem Jahr 2011zufolge zum gefährlichsten Land für Frauen machen. Die Alphabetenrate der Frauen im Land beträgt lediglich 14 % und gemäß dem Global Rights Report werden 87 % der Frauen in Afghanistan physisch, sexuell oder psychisch missbraucht.

Viele der Themen, die Paula Bronstein dokumentiert, stehen im Zusammenhang mit den Problemen der Frauen – nicht nur weil sie sich persönlich dem Thema verschrieben hat, sondern auch weil sie als weibliche Fotojournalistin eine Bindung zu den Frauen Afghanistans aufbauen kann, die ein Mann niemals erreichen würde.

„Als Fotografin kann ich mich intensiv mit Themen von Frauen beschäftigen, die mir persönlich viel bedeuten“, so Paula Bronstein. „Die afghanischen Frauen sprechen mit mir, weil ich eine Frau bin und weil sie spüren, dass die Geschichte, die ich erzählen will, wichtig ist.“

Nach vielen Jahren als Berichterstatterin aus Afghanistan kann sie die Entwicklung dieser Probleme aus einer einzigartigen Perspektive dokumentieren.

„Einige Dinge haben sich für Frauen in diesem Land schon gebessert, aber wir sprechen hier nur von ganz kleinen Schritten“, sagt sie. „Ich glaube, dass diese Probleme immer wiederkehren, wie Dauerbrenner, die einfach nicht ausgehen wollen. Die Frauen wünschen sich so sehr, dass sich die Dinge ändern, aber sie sind machtlos einer konservativen Kultur ausgesetzt, in der die Frauen den Männern rechtlich nicht gleichgestellt sind. Sie werden wie Ware gekauft und verkauft, als Kinderbräute verheiratet und viele von ihnen können nicht lesen. Ja, es gibt einige Mädchen, die zur Schule gehen, aber das ist meist in Kabul. All diese Probleme zeigen die ungeschminkte Realität: Einige Dinge haben sich in dem Land bereits für Frauen geändert, aber vieles eben noch nicht.“

Michael Sheldrick, Global Director of Policy and Advocacy bei Global Citizen, stimmt dem zu: Obwohl sich das Land bereits signifikant geändert habe, gebe es noch viel zu tun.

„Die Bildung von Mädchen ist wohl einer der Bereiche, die sich am meisten entwickelt haben“, sagt er. „Im Jahr 2001 gingen weniger als eine Million Kinder zur Schule, die Mehrzahl davon waren Jungen. Heute gehen über 8,3 Millionen Kinder im ganzen Land zur Schule, wobei geschätzte 40 % davon Mädchen sind“, so Sheldrick. „Auch, wenn das schon ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung ist, so ist dies nur der Anfang. Afghanistan muss einen Schwerpunkt auf die Bildung von Mädchen und Frauen setzen und damit ihre Position stärken. Gleichzeitig gilt es, die Gleichberechtigung voranzutreiben, indem die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Barrieren, die einer Gleichstellung gegenwärtig im Wege stehen, abgebaut werden.“

318396-zoom

Paula Bronstein hofft, das sie mit ihren Bildern einen positiven Einfluss auf das Leben der Frauen in Afghanistan nehmen kann, aber sie weiß um die Herausforderungen.

„Es wäre natürlich großartig, wenn ich mit meinen Bildern zu einem Wandel beitragen könnte, aber ich denke, das bleibt ein frommer Wunsch“, so Bronstein. „Meine Bilder tragen definitiv dazu bei, dass diesen Themen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, aber es ist ein schweres Unterfangen, in einer konservativen islamistischen Kultur etwas zu verändern. Die Geschichten von Frauen finden im Ausland großen Anklang. Schwierig wird es nur, diese Aufmerksamkeit auch im eigenen Land zu erhalten.“

Hassina Safi, Geschäftsführerin des Afghanischen Frauenverbandes, weiß, wie schwierig es ist, ein Umdenken zu bewirken. Ihre Organisation ist in ganz Afghanistan vertreten und unterstützt Projekte, die sich mit der Gewalt gegen Frauen und der Bildung von Mädchen beschäftigen.

„Die Menschen müssen begreifen, dass die Fortschritte, die wir gemacht haben, an einem seidenen Faden hängen, und wir noch immer auf Hilfe angewiesen sind“, sagt sie. „Wir beobachten heute in Afghanistan zwei entgegengesetzte Entwicklungen. Auf der einen Seite werden zentrale Positionen mit Frauen besetzt. Dies ist das Ergebnis unserer Arbeit in den letzten Jahren. Auf der anderen Seite aber gibt es gleichzeitig keine Sicherheit für Frauen: Frauen, die außer Haus arbeiten, werden systematisch umgebracht.“

Paula Bronstein aber gibt die Hoffnung nicht auf. Sie kehrt immer wieder nach Afghanistan zurück und dokumentiert das Leben und die Probleme des afghanischen Volkes, weil sie sich verpflichtet fühlt, diese wichtigen Geschichten zu teilen.

„Es macht mir große Sorge, dass sich viele dieser Probleme nicht bessern – die zentralen Themen ändern sich einfach nicht“, so Bronstein. „Es gibt viele Probleme in Afghanistan, mit denen man sich intensiv auseinandersetzen könnte, aber ich glaube, die Menschen schieben das von sich weg und möchten nicht weiter darüber nachdenken. Ich hoffe, mit meinem neuen Buch diese Themen wieder ins Bewusstsein der Menschen zu bringen und ihre Aufmerksamkeit dafür zu gewinnen.“

 

Mehr bewegende Bilder der Fotojournalistin Paula Bronstein finden Sie bei Getty Images. In Kürze können Sie sie und ihre Arbeit in einem Online-Talk und ihrerBuchvorstellung näher kennenlernen.

Die Post Das wahre Leben in Afghanistan erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>
Einswerden mit den Geschichten: Dem Virtual Reality Filmemacher Ricardo Laganaro über die Schulter geblickt http://stories.gettyimages.com/de/einswerden-mit-den-geschichten-dem-virtual-reality-filmemacher-ricardo-laganaro-ueber-die-schulter-geblickt/ Mon, 26 Sep 2016 15:44:16 +0000 http://stories.gettyimages.com/?p=22841

Der brasilianische Filmregisseur Ricardo Laganaro sagt Ihnen nichts? Nun, das wird sich jetzt ändern. Ricardo Laganaro arbeitet fast 20 Jahre hinter den Kulissen. Er startete seine berufliche Laufbahn in der Post-Produktion für Realfilme und animierte Filme und widmete sich anschließend der Regie und der Begleitung von 3D-Projekten und Special Effects für eine der größten Produktionsfirmen […]

Die Post Einswerden mit den Geschichten: Dem Virtual Reality Filmemacher Ricardo Laganaro über die Schulter geblickt erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>

Der brasilianische Filmregisseur Ricardo Laganaro sagt Ihnen nichts? Nun, das wird sich jetzt ändern. Ricardo Laganaro arbeitet fast 20 Jahre hinter den Kulissen. Er startete seine berufliche Laufbahn in der Post-Produktion für Realfilme und animierte Filme und widmete sich anschließend der Regie und der Begleitung von 3D-Projekten und Special Effects für eine der größten Produktionsfirmen Brasiliens.

Heute kennt man ihn als Regisseur des weltweit meistgesehenen 360-Grad-Musikvideos und als Pionier im Bereich Virtual Reality Filme.

„Seit der Erfindung des Fernsehens hat es nichts derart Revolutionäres mehr gegeben“, sagt er. „Wir stehen am Anfang eines wahrhaft neuen Formates.“

In diesem Jahr wurde Ricardo Laganaro von Oculus Story Studio als einer von 10 Filmemachern weltweit für die Realisierung eines VR-Dokumentarfilms ausgewählt, der im Januar 2017 auf dem Sundance Film Festival gezeigt werden soll. In diesem Interview erzählt er von dem spannenden Feld der Virtual Reality und welchen Einfluss diese Technologie auf die Zukunft des Storytelling hat.

Professionell aufgebaute Geschichten und Inhalte haben, unabhängig vom Medium, immer eine große Wirkung. Was verleiht VR seine enorme Wirkung?

Bei VR ist man nicht mehr in der Rolle des Betrachters. Man wird Teil des Inhalts. Man könnte sagen, es hat eher den Charakter einer Teleportationsmaschine als den eines Bildschirms. Wenn man beispielsweise einen Roman liest und tief in die Geschichte eintaucht, fühlt man sich ja auch so, als sei man dabei und könnte dieser Szene als Zeuge beiwohnen. Dabei handelt es sich aber um einen viel intellektuelleren Prozess als bei VR.

Wenn man sich einen Film ansieht, kann man auch tief eintauchen, aber wenn das Telefon klingelt und man sich vom Bildschirm löst, ist die ganze Aufmerksamkeit dahin. Es gibt viele Gelegenheiten, sich ablenken zu lassen, und dann braucht man einfach etwas Zeit, bis man wieder in die Geschichte zurückfindet. Nur, wenn man sich absichtlich auf den Inhalt konzentriert, kann man ganz darin eintauchen.

Wie funktioniert diese Art von Eintauchen bei VR?

Was bei Virtual Reality wirklich alles anders macht, ist die Unmittelbarkeit. Das kann man mögen oder nicht. Wenn man sich beispielsweise einen Horrorfilm in VR ansieht, sagt man sich ständig „Ich bin da nicht dabei, ich bin da nicht dabei, ich bin da nicht dabei.“ Aber wenn man nur noch das sieht, wovor man sich richtig fürchtet, dann bekommt man eine Riesenangst.

 

 

Man kann sich dem nicht entziehen; man ist gezwungen, dabeizubleiben. Das Erlebnis ist weniger intellektueller Natur, es spielt sich vielmehr auf der Sinnesebene ab. In VR muss man nicht nachdenken, um etwas zu spüren. Genau deswegen ist die Wirkung dieses Formats auf den Zuschauer so viel intensiver. Dies ist übrigens auch der Grund, warum wir mit den Inhalten, die wir produzieren, auch bis an die Grenzen des Machbaren gehen können.

Können Sie uns dafür ein Beispiel aus Ihrer Arbeit geben?

Ich habe einen Film für das Museum of Tomorrow hier in Brasilien gemacht, den den Titel Cosmos trägt. Im Drehbuch hatte ich eine Szene vorgesehen, in der der Betrachter sich in einem Vulkan befindet und bei der einfach nur Lava die Wände herunterfließt. Als das Team das Drehbuch las, fanden sie diese Szene ziemlich langweilig. Ich sagte ihnen, dass es sicherlich langweilig wäre, wenn man sich diese Szene auf einem Bildschirm ansehen würde. Wenn man aber mittendrin ist, also in dem Vulkan, ist das etwas ganz anderes. Als wir fertig waren, stellte sich heraus, dass diese 30 Sekunden mit fließender Lava eine der stärksten Szenen des ganzen Films waren.

VR begegnet uns als Technologie immer öfter. Glauben Sie, dass sich die ganze Aufregung, die mit dieser Art von Neuheiten verbunden ist, wieder legen wird?

Wenn man an die ersten Filme zurückdenkt, dann waren sie sehr einfach aber für das Publikum dennoch beeindruckend, weil sie neu waren. Man sah, wie der [Lumière brothers’] Zug kam und die Menschen bekamen es mit der Angst zu tun; das hat schon gereicht. Mit der Weiterentwicklung des Filmemachens aber und der Ausarbeitung von Narrativen lenkte man die Aufmerksamkeit der Zuschauer weg von diesen Spielereien und begann, sich auf die Geschichte zu konzentrieren. Mit VR wird es genauso sein.

Ankunft eines Zuges

Wie kommen wir diesem Moment näher?

Für Storyteller und Filmemacher ist es jetzt an der Zeit, das wahre Potenzial von VR zu erkennen und Geschichten zu entwickeln, deren Kraft nicht nur darin liegt, dass sie sich in VR abspielen. Wenn diese Technologie zum Mainstream werden soll, müssen wir den Menschen Erlebnisse bescheren, die sie mit keinem anderen Format bekommen können. Wir müssen sie dazu bringen, mehr zu wollen.

Was hält VR aktuell davon ab, zum Mainstream zu werden?

Technologisch gesehen, gibt es noch ziemlich viel in der Entwicklung zu tun. Die Auflösung ist noch nicht so gut und der Ton, der so wahnsinnig wichtig ist, wenn man ganz in das Erlebnis eintauchen will, ist noch weit hinter dem Bild. Wir haben keine Mikrofone, um den Ton je nach Position oder binaural aufzunehmen. Unsere Tools stecken noch in den Kinderschuhen, aber mit der Zeit werden die Menschen das wahre Potenzial von VR erkennen. Ich bin schon ganz gespannt, was passieren wird, wenn die PlayStation VR in den USA veröffentlicht wird. Das wird die erste Testfahrt für die Massentauglichkeit von VR sein.

Für die meisten von uns ist es noch zu kompliziert, VR-Inhalte zu sehen. Nur wenige haben die Brillen, mit denen man sich VR-Filme ansehen kann. Das ist mit ein Grund, warum 360-Grad-Videos gerade so beliebt sind.

Wie schätzen Sie 360-Grad-Filme im Vergleich zu VR ein?

Es gibt unterschiedliche Ebenen, wie tief man in das Geschehen eintaucht. Zunächst gab es den 2D-Flachbildschirm, dann die Großbildschirme (die einen enormen Einfluss auf die Inhalte hatten), dann 3D, 360-Grad-Videos und VR. Mit jeder Entwicklung tauchen wir tiefer in die Geschichten ein. 360-Grad-Videos sind sehr fesselnd, allerdings werden sie uns wohl nicht ewig erhalten bleiben. Sie sind ein wichtiges Hilfsmittel, um die Zuschauer an diese Art von Inhalten heranzuführen.

Ihre erste Erfahrung mit 360-Grad-Videos war ja recht erfolgreich. Würden Sie uns etwas zu diesem Projekt und seiner Entstehungsgeschichte erzählen?

Als Facebook seinen 360-Player auf den Markt brachte, arbeiteten wir gerade an einem Musikvideo für einen Popsänger hier in Brasilien. Im Vorfeld der Premiere starteten wir eine einmonatige Kampagne, in der wir den Leuten erzählten, dass wir ein neuartiges Musikvideo produzieren würden und sie ihre Mobiltelefone und Köpfe kräftig drehen müssten, um sich das Video anzusehen.

 

 

Wir haben ihnen beigebracht, wie man sich ein 360-Grad-Video ansieht und in ihren Kommentaren haben sich die User bei uns bedankt, weil wir ihnen neue Wege aufgezeigt haben, wie sie ihre Telefone nutzen können. Als das Video dann herauskam, war jeder ganz verrückt danach, es anzusehen, obwohl die Leute das Format noch gar nicht kannten. Die meisten Fans des Sängers hatten noch nie zuvor ein 360-Grad-Video gesehen, und dennoch hatten wir einen Riesenerfolg damit. Jeder wollte es sehen, weil es etwas völlig Neues und Anderes war, womit sie sich identifizieren und gleichzeitig ein bereits vorhandenes Gerät nutzen konnten.

Am Ende wurde es das meistgesehene 360-Grad-Video bei Facebook. Was ist das Wichtigste, was Sie aus dieser Erfahrung mit nach Hause nehmen?

Nach dem Erfolg dieses Videos führte ich viele Gespräche mit den ganz Großen im Filmbusiness, die noch nie über 360-Grad-Video nachgedacht und sich ausschließlich auf VR konzentriert hatten. Niemand hatte das nötige Equipment und wir steuerten mit unserem Film auf 18 Millionen Aufrufe zu. Es ist so wichtig, dem Publikum zu zeigen, dass sie ihre Geräte auf völlig neue Weise nutzen können.

Können Sie sich vorstellen, dass wir Geschichten in Zukunft hauptsächlich über VR erzählen?

VR wird eines der wichtigsten Vehikel für Storytelling werden, aber dafür müssen wir zunächst gute Inhalte kreieren. Es wird nicht mehr nur ein Hauptformat geben; wir beziehen unsere Inhalte schon jetzt über so viele unterschiedliche Geräte und das wird auch in Zukunft so bleiben. VR wird einfach nur ein weiterer Kanal sein und wenn die Menschen endlich einen wirklich guten Film in VR sehen, wenn sie etwas erlebt haben, das sie mit keinem anderen Format vergleichen können, dann wird sich alles ändern.

 

Gehen Sie mit den faszinierenden 360˚ Bildern von Getty Images auf Entdeckungsreise und erfahren Sie mehr über den Launch der Getty Images Virtual Reality Group.

Die Post Einswerden mit den Geschichten: Dem Virtual Reality Filmemacher Ricardo Laganaro über die Schulter geblickt erschien zuerst auf Stories and Trends.

]]>